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Wladimir Klitschko jubelt (Foto: Marianne Müller)
Starker Auftritt von Wladimir Klitschko: Der IBF- und WBO-Weltmeister im Schwergewicht kam am Samstagabend in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen vor 61.000 Zuschauern zu einem technischen K.o.-Sieg gegen Ruslan Chagaev. Der usbekische Herausforderer gab den Kampf zu Beginn der zehnten Runde auf. Damit verbuchte der Titelverteidiger den 53. Sieg im 56. Profikampf für sich.
Wladimir Klitschko versuchte schon zu Beginn des Fights, für klare Verhältnisse zu sorgen. Schnell nahm er die Ringmitte für sich ein und nutzte mit seiner Führhand die Reichweitenvorteile. Zwar bemühte sich sein Kontrahent, in der zweiten Runde aktiver zu werden, doch der IBF- und WBO-Champion überraschte den Herausforderer mit einer Links-Rechts-Kombination zum Kopf, so dass Chagaev zu Boden ging.
Nachdem der 30-jährige Rechtsausleger von Ringrichter Eddie Cotton angezählt worden war, setzte er den Kampf fort. Im dritten Durchgang versuchte Chagaev erneut, das Risiko zu erhöhen und die Distanz zu überbrücken. Doch Wladimir Klitschko störte mit seiner präzisen Führhand permanent die Angriffsbemühungen des Gegners und kam selbst mehrmals mit seiner rechten Geraden durch.
In der Folge wurde die Überlegenheit des Ukrainers noch größer. Erst als der 33-Jährige ab Mitte der sechsten Runde etwas ruhiger agierte, kam Chagaev etwas auf. Doch die Verschnaufpause des Titelverteidigers dauerte nicht lange. Nachdem er im siebten Durchgang eine harte Linke des Usbeken an den Ringseilen kassiert hatte, zog er das Tempo in der achten Runde wieder an.
Mit flüssigen Links-Rechts-Kombinationen setzte er dem Herausforderer, der dabei einen Cut über dem linken Auge kassierte, kräftig zu. Im neunten Durchgang stellte Klitschko seinen Konkurrenten dann mit zahlreichen harten rechten Händen in der roten Ecke und an den Ringseilen. Zwar rettete sich Chagaev in die Rundepause, doch zum nächsten Durchgang trat der 30-Jährige nicht mehr an.
Damit war der Sieg für Wladimir Klitschko, der sich damit auch den Gürtel des renommierten amerikanischen Fachmagazins "The Ring" sicherte, perfekt. Trotz des klaren Erfolges gab es vom Ukrainer Lob für seinen Gegner. "Heute hat er wirklich alles getan, aber ich war einfach besser", erklärte der IBF- und WBO-Schwergewichts-Weltmeister nach seiner erfolgreichen Titelverteidigung noch im Ring.
zurückFrank Bleydorn, 21.06.2009