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Interview mit Jürgen Brähmer

Vor WM Kampf in Hamburg

Jürgen Brähmer (Foto: Marianne Müller)Jürgen Brähmer (Foto: Marianne Müller)

Halbschwergewichts-Weltmeister Jürgen Brähmer (31) kehrt am 24. April zurück in den Ring. Der Schweriner (35-2-0 (28)) verteidigt seinen WBO-Titel dann zum zweiten Mal. Sein Gegner ist der Argentinier Mariano Nicolas Plotinsky (16-3-0 (8)), die aktuelle Nr. 8 der WBO-Rangliste.

Jürgen Brähmer, die Vorbereitung auf den Kampf ist für beide Boxer außergewöhnlich. Ihr Gegner ist wegen des Vulkans drei Tage zu spät eingetroffen. Ihr Auto ist am Mittwoch abgebrannt. Was ist passiert?
Jürgen Brähmer: „Alles halb so schlimm. Ich bin noch mal nach Schwerin gefahren, um noch einige Klamotten und den Mundschutz für Samstag zu holen. Es roch plötzlich so seltsam, dann habe ich angehalten und direkt die Flammen gelöscht. Als die Feuerwehr eintraf, war schon alles aus. Meine Klamotten rochen nach Rauch, aber sonst ist nichts passiert. Meine Freundin hat mich abgeholt. Abends ging es wieder nach Hamburg ins Trainingshotel. Zumindest weiß ich jetzt, was ich nach der Karriere mache: Ich werde Feuerwehrmann. Die Kollegen haben mich gelobt, ich hätte vorbildlich gehandelt. Ich sollte sogar noch ein paar Autogramme geben. “

Hat das Einfluss auf den Kampf?
Brähmer: „Nein, überhaupt nicht. Ist doch nichts passiert! Auch bei Mariano sehe ich keine Probleme. Das ist ein harter Hund, der sich nicht aus der Ruhe bringen lässt. Er wird topfit am Samstag im Ring sein. Ich darf keinen Gegner unterschätzen. Jeden Gegner muss man zu 100 Prozent ernst nehmen. In der Weltspitze ist es eng, da kann jeder was, wie man beim letzten Kampf im Dezember gesehen hat.“

Was sind Ihre Lehren aus dem Duell im Dezember gegen Dmitry Sukhotsky? Sie mussten in der 10. Runde in 30 Sekunden eine Serie von 46 Schlägen zum Kopf einstecken.
Brähmer: „Keine besondere Lehren, so ist nun mal Boxen. Manchmal fängt man eine, dann ist man plötzlich aus dem Konzept. Wichtig ist nur, dass man sich nicht brechen lässt. Ich hatte jederzeit die Hände oben, war verteidigungsfähig und dachte mir, dass ich ihn sich schön auspowern lasse. Das hat gut geklappt. Ich habe ihn danach in den Runden 11 und 12 platt gemacht. Aber wer das nicht abhaben kann, der muss halt einen anderen Sport ausüben. Ich fand nicht gut, dass der Ringrichter meinen Cut untersuchen ließ, nachdem Sukhotsky aufgehört hat zu schlagen. Das sah so aus, als hätte er mich gerettet. Dabei war der andere genauso platt. Aber der Referee hat nur seine Pflicht getan, da ich stark blutete.“

Sie boxen gegen Nicolas Plotinsky. Wie schätzen Sie Ihren Gegner ein?
Brähmer: „Er ist unbequem zu boxen, die Südamerikaner sind immer schwierige Jungs. Thomas Ulrich ist ja kein schlechter. Und den hat er besiegt. Aber ich boxe grundsätzlich jeden. Und will meinen Titel lange behalten.“

Ihr Kampf wird nach der Killer Queen im ZDF als Aufzeichnung gezeigt. Susi Kentikian ist erste Hauptkämpferin – wie denken Sie über Ihre Stallkollegin?
Brähmer: „Ich freue mich für Susi. Das ist eine riesige Chance für sie, die sie sich hart erarbeitet hat. Wir kennen uns gut aus dem Gym. Für mich persönlich ist das natürlich ärgerlich. Ich war überrascht über die Entscheidung des ZDF. Ich war lange Live-Kämpfer, man hat mich auch vor dem Prozess übertragen. Jetzt gab es zwar ein Urteil, aber ich bin noch nicht rechtskräftig verurteilt. Aber es gibt auch noch andere TV-Sender, die Interesse an mir haben. Meine Anwälte und sogar die Staatsanwalt selbst gehen jetzt erstmal in Berufung. Die Landgerichte sind überlastet. Man kann davon ausgehen, dass es drei bis sechs Jahre dauert, bis das Verfahren erneut aufgerollt und abgeschlossen wird. Dann boxe ich eventuell gar nicht mehr. Ich hätte das trotzdem gern schnell vom Tisch. Denn bei dem Prozess sind ungeheuerliche Dinge passiert. Aber das wird sich alles aufklären.“

Im Dezember war Ihre Vorbereitung suboptimal durch den Prozess, wie lief es dieses Mal?
Brähmer: „Bestens. Ich habe sogar fast zu viel trainiert. Da hat mich mein Trainer Michael Timm zwei, drei Tage rausnehmen müssen, an denen ich nichts gemacht habe. Ich brauche halt die Bewegung. Sonst werde ich verrückt.“


zurückIngo Barrabas, 22.04.2010

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