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Der IBF Gürtel (Foto: Frank Bleydorn)

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Gomez punktet Kahl aus

Arena Event in Schwerin

Juan-Carlos Gomez (Foto: Yamada / Arena)Juan-Carlos Gomez (Foto: Yamada / Arena)

Arena Sportspromotion veranstaltete am Freitag den 09. April in Schwerin eine Show mit neun Kämpfen. Der Hauptkampf des Abends war die Schwergewichtsbegegnung zwischen dem ehemaligen Cruisergewichtsweltmeister Juan Carlos Gomez (45-2-0, KOs 36) und Alexander Kahl (15-4-1, KOs 13). Gomez, der mit seinen 110 kg nicht austrainiert aussah, war der technisch bessere Boxer. Kahl verhielt sich weitestgehend defensiv und wartete auf eine Lücke für seine harte Rechte. Gomez kam immer wieder mit einzelnen Händen und Kombinationen durch. In der zweiten Runde musste Kahl nach einem rechten Uppercut zu Boden. Danach bearbeitete Gomez weiter den Körper seines Gegners, der im Verlaufe des Kampfes weitere Niederschläge über sich ergehen lassen musste. Kahl konnte aber das Ende des Achtrunders erreichen, was er schon wie einen Sieg feiern konnte. Die Punktrichter werteten 80:69, 80:69 und 80:68.

Der Auftakt der Veranstaltung war sowohl kurz als auch kurzweilig. Der Kampf im Schwergewicht war bereits nach 50 Sekunden zu Ende. Michael Wallisch (1-0-0), der von Ex-Europameister Oktay Urkal trainiert wird, traf Maik Kurzweil (Debüt) mit einer Rechten an die Schläfe, und dieser sank langsam auf die Knie, wo er ausgezählt wurde.

Im nächsten Kampf trafen Domenic von Czernowski (3-0-0, KOs 2) und Hawal Garib (1-10-0, KOs 1) im Supermittelgewicht aufeinander. Czernowski war in allen Belangen seinem Gegenüber, der schon bald nur zu überleben versuchte, überlegen. Czernowski zermürbte durch Körpertreffer. In der dritten Runde hatte die Ecke Garibs ein Einsehen und warf das Handtuch (TKO 1:42).

Im einzigen Frauenboxkampf des Abends bekam es Özlem Sahin (8-0-1, KOs 4) mit der sehr erfahrenen Svetla Taskova (4-28-1, KOs 1) zu tun. Taskova, die schon mehrfach um einen WM-Titel geboxt hatte, spielte ihr ganzes Können und ihre Erfahrung aus. In den ersten beiden Runden ließ Taskova die sporadischen Angriffe der langsam startenden Sahin ins Leere laufen und konnte den Kampf dominieren, ohne jedoch ihre Gegnerin in Gefahr zu bringen. Ab der dritten Runde erhöhte Sahin immer weiter den Druck und kam darüber immer besser in den Kampf. Taskova musste immer öfter ihre ganze Routine einsetzen, um sich aus bedrohlichen Situationen zu befreien. Am Ende der sechs Runden im Junior Fliegengewicht stand dennoch ein verdienter Arbeitssieg für Sahin. Die Punktrichter punkteten 60-56, 59-55, 58-54 und sahen damit den Kampf sehr viel deutlicher als er wohl war. Die ungeschlagene Sahin ist weiter auf Titelkurs.

Im vierten Kampf des Abends boxte Gökalp Özekler (1-0-0, KOs 1), der auch von Urkal trainiert wird. Er zeigte am Anfang variables Boxen. Sein Gegenüber, Remo Edling (1-7-0), konnte nur den einen oder anderen Aufwärtshaken ins Ziel bringen. Nachdem Özekler in der zweiten Runde Edling zweimal sichtlich erschüttert hatte, suchte er die vorzeitige Entscheidung, wodurch er jedoch seine boxerische Linie verlor. Edling musste viele harte Schwinger nehmen und erreichte nur taumelnd den Schlussgong des auf vier Runden angesetzten Supermittelgewichtskampfes. Einstimmiger Punktsieg für Özekler.

In der folgenden  Begegnung im Mittelgewicht boxte Dennis Ronert  (4-0-0, KOs 4), mit 17 Jahren der jüngste Profi in Deutschland. Er brauchte exakt zwei Minuten für Ruslans Pojonisevs (10-8-1, KOs 8). Eine Links-Rechts-Kombination zum Kopf, gefolgt von einer weiteren Links-Rechts-Kombination, diesmal zum Körper führte zu einem souveränen KO-Sieg. Auf die weitere Entwicklung des schlagstarken Ronert darf man gespannt sein.

Ondrej Pala (26-2-0, KOs 18) bekam es mit einem wirklichen Schwergewicht, nämlich mit dem 150 kg schweren Sergey Babich (10-2-0, KOs 8), zu tun. Schon nach kurzer Zeit stellte sich nur noch die Frage, ob Pala nach Punkten oder durch KO gewinnen würde. Der langsame Babich nahm eine Kombination von Schlägen zum Kopf nach der anderen. Am Ende der vierten Runde wurde er stehend angezählt und wankte zur Ringpause in seine Ecke. Sein Trainer, der auch Präsident des lettischen Boxverbandes ist, Aleksejs Kosobokovs, schickte seinen wehrlosen Schützling in die fünfte Runde, so dass er noch ein paar dutzend Volltreffer mehr kassieren konnte. Nach 1 Minute 40 war dann endlich das unwürdige Schauspiel durch KO beendet.

Robert Woge (1-0-0, KOs 1) machte seinem Spitznamen „der Fleischer“ alle Ehre. Der Halbschwergewichtler drosch wild und unkontrolliert auf Armen Azizian (9-9-0, KOs 1) ein, nichts, was man nicht sah. Nach 45 Sekunden in der dritten Runde war das Schlachtfest beendet. Woge erinnert an den Typus eines hart und schmutzig Boxers, den man nur noch aus historischen Filmdokumenten zu kennen meint.

Auch der achte Kampf  war zu Ende bevor er richtig begann. Konstantin Airich (13-2-2, KOs 10) traf mit einer Rechten zum Körper, einer Linken zum Kopf, einer Rechten zur Schläfe, und Alexey Varakin (28-17-3, KOs 16) war nach 1:35 Minuten ausgezählt.



zurückUwe Betker, 10.04.2010

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