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Huck erobert WM-Titel

Einstimmiger Punktsieg gegen Ramirez

Ulli Wegner und Marco Huck (Foto: Marianne Müller)Ulli Wegner und Marco Huck (Foto: Marianne Müller)

Marco Huck ist neuer WBO-Weltmeister im Cruisergewicht! Der 24-Jährige entthronte am Samstagabend im Gerry Weber Stadion in Halle (Westf.) den bisherigen Titelträger Victor Emilio Ramirez durch einen einstimmigen Punktsieg. Nach zwölf spannenden und zum Teil dramatischen Runden sahen die Wertungsrichter den in Bielefeld aufgewachsenen Kämpfer mit 115:112, 116:111 und 116:111 vorne.

Von Beginn an schenkten sich beide Kontrahenten nichts. Huck erwischte mit seinen explosiven Schlagkombinationen und einer harten Rechten zum Kopf des Gegners in der ersten Runde vor 4.600 Zuschauern den besseren Start. Der Schützling von Trainer Ulli Wegner ging sehr durchdacht zu Werke und achtete darauf, sich bei seinen kraftraubenden Attacken nicht zu sehr zu verausgaben.

Im zweiten Durchgang traf der Herausforderer seinen Kontrahenten zweimal mit einem linken Kopfhaken. Ramirez war jedoch in der Lage, seinen Widersacher immer wieder an die Ringseile zurückzudrängen und marschierte permanent nach vorne. Huck hatte Mühe, sich den Argentinier vom Leib zu halten. Manchmal musste er klammern, um die Attacken des 25-Jährigen zu unterbinden.

Nachdem sich Huck in den ersten drei Runden Vorteile erarbeitet hatte, wurde Ramirez noch aggressiver. Im sechsten Durchgang kam der Titelverteidiger, der einige Male unfair seine Ellenbogen einsetzte, in der Ringecke mit einer Rechten zum Kopf des Kontrahenten durch. Danach setzte er mit harten Händen nach. Doch der Lokalmatador hielt dagegen und sorgte mit seinen rechten Aufwärtshaken ebenfalls für Treffer.

Ende der neunten Runde meldete sich Marco Huck dann mit schnellen Aktionen zurück. Im zehnten Durchgang dominierte er das Geschehen mit seinen Links-Rechts-Kombinationen recht deutlich. Nachdem er allerdings in der folgenden Runde mit einer Rechten zu tief schlug, kassierte er von dem amerikanischen Referee Mark Nelson eine Verwarnung - damit wurde es wieder spannend.

Da der schlagstarke Victor Emilio Ramirez auch in der Schlussphase mit seinen Vorstößen große Gefahr ausstrahlte, schien ein vorzeitiges Ende weiter im Bereich des Möglichen zu liegen. Es war jedoch Marco Huck, der in der letzten Runde das Geschehen noch einmal an sich riss. Mit schnellen und harten Händen verbuchte er erneut Vorteile für sich, so dass er nach dem Ende den WBO-Gürtel in seinen Händen halten durfte.

"Das ist unglaublich. Ich kann es irgendwie noch gar nicht fassen", sagte der neue Weltmeister hinterher. "Um ehrlich zu sein, war ich mir bis zum Ende nicht ganz sicher, ob es reichen würde. Ramirez hat wirklich unglaublich hart geschlagen. Er verdient großen Respekt. Das Publikum hat mich hervorragend unterstützt und letztendlich habe ich immer wieder klare Treffer ins Ziel gebracht."

Im zweiten Hauptkampf des Abends eroberte Karo Murat den WBO-Intercontinental Gürtel im Halbschwergewicht. Gegen den Ukrainer Sergey Demchenko dominierte der frühere Europameister im Super-Mittelgewicht - meistens im Vorwärtsgang boxend - deutlich. Dabei agierte er äußerst variabel. Am Ende der zwölf Runden lag der Schützling von Trainer Ulli Wegner auf den Wertungszetteln der Punktrichter mit 117:111, 117:111 und 120:108 vorne.

Für eine Überraschung sorgte der Nigerianer Gbenga Oloukun. Der 26-jährige Schwergewichtler, der in Deutschland lebt, setzte sich einstimmig nach Punkten (79:76, 77:75 und 77:75) gegen den früheren WBO-Weltmeister der Königsklasse, Lamon Brewster aus den USA, durch. Im Mittelgewicht fuhr IBF-Junioren-Weltmeister Dominik Britsch seinen 15. Sieg als Profi ein. Nach acht Runden lag er gegen den Italiener Salvatore Annunziata mit 80:73, 78:74 und 78:74 vorne.

Schwergewichtler Robert Helenius gewann gegen Serdar Uysal durch K.o. in Runde sechs. Der belgische Cruisergewichtler Geoffrey Battelo setzte sich mit einem technischen K.o.-Erfolg im achten Durchgang gegen Alex Mogylewski durch. Mittelgewichtler Marcos Nader (Österreich) verbuchte einen klaren Punktsieg (40:36, 40:36 und 40:36) gegen Giovanni Architravo. Der Hamburger Lukas Schulz kam bei seinem Profidebüt zu einem technischen K.o.-Sieg in der zweiten Runde gegen Dirk Mandelartz.

zurückFrank Bleydorn, 31.08.2009

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