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Abraham schlägt Oral

Herausforderer zeigt großes Kämpferherz

IBF-Champion Arthur Abraham (Foto: Marianne Müller)IBF-Champion Arthur Abraham (Foto: Marianne Müller)

Arthur Abraham verbucht die zehnte Titelverteidigung als IBF-Weltmeister im Mittelgewicht für sich. Der 29-Jährige bezwang am Samstagabend in der Berliner Max-Schmeling-Halle den Hamburger Mahir Oral durch technischen K.o. nach einer Minute und 23 Sekunden der zehnten Runde. Damit verbesserte er seine Bilanz auf 30 Siege aus 30 Profikämpfen. Schon zum 24-mal entschied der Schützling von Trainer Ulli Wegner einen Fight vorzeitig für sich.

Der Herausforderer Mahir Oral hatte sich bei seinem ersten WM-Fight offenbar eine Menge vorgenommen. Und zunächst schien seine Taktik aufzugehen. In den ersten drei Runden nutzte er seine Reichweitenvorteile und setzte den IBF-Champion mit der Führhand unter Druck. Darüber hinaus konterte er den Titelverteidiger einige Male mit der Rechten geschickt aus, so dass er sich auf den Wertungszetteln der Punktrichter eine klare Führung erarbeitete.

Doch im Laufe des vierten Durchgangs drehte der Champion auf. Mit seiner Führhand erzeugte er mehr Druck und schickte seinen Widersacher schließlich mit einer Schlagserie gefolgt von einer Rechten zum Kinn zu Boden. "Arthur kann hauen, wie ein Pferd", schilderte Oral die Situation. "Ich habe versucht, stehen zu bleiben. Doch dann habe ich nur noch Sterne gesehen. Aber ich wollte die vielen Fans, die aus Hamburg mitgereist waren, nicht enttäuschen und habe mich wieder aufgerappelt."

Mit Glück und Geschick rettete sich der Herausforderer in die Rundenpause. Im fünften Durchgang musste er erneut in den Ringstaub. Referee Earl Brown zählte ihn aber trotz Schlagwirkung nicht an. Dennoch war an den harten rechten Händen und Schlagkombinationen von Abraham erkennbar, dass der in Berlin lebende IBF-Titelträger inzwischen besser in den Kampf gefunden hatte. Das zeigte sich auch in Runde sechs, als der Schützling von Trainer Ulli Wegner mit einem rechten Haken zum Kopf den nächsten Niederschlag für sich verbuchte.

Nachdem der Titelverteidiger in der siebten Runde die Zügel wieder ein wenig streifen ließ, setzte er seinem Kontrahenten im achten Durchgang mit seiner rechten Schlaghand wieder stärker zu. In der zehnten Runde sorgte er schließlich für die Entscheidung: Dreimal schickte er Mahir Oral zu Boden - bei den letzten beiden Niederschlägen handelte es sich jeweils um Körpertreffer. Daraufhin signalisierte der Coach des Herausforderers, Hans-Jürgen Witte, durch das Werfen des Handtuchs die Aufgabe.

"Vorher machte Mahir in den Rundenpausen immer noch den Eindruck, dass er das durchstehen kann. Doch nach den Körpertreffern war das anders", sagte der Trainer hinterher. Und Oral ergänzte: "Ich bin ein echter Kämpfer, wäre immer wieder aufgestanden und hätte auch gerne weiter geboxt. Wenn man selbst im Ring steht, kann man das nicht so einschätzen. Aber von draußen sieht man das besser. Die Ecke hat richtig entschieden. Ich habe vollstes Vertrauen zu meinem Trainer."

Auch Abraham gestand ein, dass es für ihn ein hartes Ringgefecht gewesen sei. "Ich hatte schon auf der Pressekonferenz vor dem Kampf gesagt, dass es nicht so einfach wird. Das war ein harter Fight und eine große Chance für Mahir Oral, die er auf jeden Fall nutzen wollte. Doch ich habe dann mein Bestes gegeben und die richtigen Antworten parat gehabt", beurteilte Abraham das Aufeinandertreffen hinterher. Der 29-jährige Champion kündigte an, dass er zukünftig gerne im Super-Mittelgewicht in den Ring steigen würde.

Sollte das passieren, könnte Sebastian Sylvester derjenige sein, der davon profitiert. Denn der 28-jährige Schützling von Trainer Karsten wird sich nach seinem hart erkämpften Punktsieg (116:112, 115:113 und 117:111) gegen den 30-jährigen Amerikaner Lajuan Simon auf Platz zwei der IBF-Weltrangliste im Mittelgewicht vorschieben. Sollte der IBF-Titel vakant werden, wäre laut Sauerland-Geschäftsführer Christian Meyer somit vielleicht ein Fight des Greifswalders gegen den IBF-Weltranglistenersten Giovanni Lorenzo um den IBF-Gürtel möglich.

Eine erfolgreiche Titelverteidigung verbuchte auch der IBF-Intercontinental Champion Enad Licina für sich. Der Schützling von Trainer Manfred Wolke setzte sich gegen Ignacio Esparza einstimmig nach Punkten (117:111, 116:112 und 117:111) durch. Im gleichen Limit kam der frühere IBF-Junioren-Weltmeister im Cruisergewicht Alexander Frenkel zu einem technischen K.o.-Sieg gegen den Argentinier Rodolfo De Dominicis. Weniger gut lief es für Martin Kempf. Der Deutsche unterlag Juan Manuel Garay durch technischen K.o. in Runde vier.

Der ukrainische Schwergewichtler Oleg Platov kam über acht Runden zu einem einstimmigen Punktsieg gegen den Russen Daniil Peretyatko. Frank Shabani unterlag im Kampf um die EU-Meisterschaft im Weltergewicht dem Titelverteidiger Leonard Bundu (Italien) einstimmig nach Punkten (112:116, 113:116 und 113:115). Im Halbschwergewicht besiegte der Berliner Dustin Dirks den Albaner Orial Kolaj vorzeitig. Nach einer Minute und 13 Sekunden der zweiten Runde sorgte der 20-Jährige mit einem rechten Aufwärtshaken für die Entscheidung des Kampfes.

zurückFrank Bleydorn, 28.06.2009

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