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Umfrage

Ergebnisstand der aktuellen Umfrage:


Joshua vorzeitig
[ 7 Stimmen (38.89%)]

Joshua nach Punkten
[ 7 Stimmen (38.89%)]

Das Duell endet Unentschieden
[ 1 Stimme (5.56%)]

Fury vorzeitig
[ 2 Stimmen (11.11%)]

Fury nach Punkten
[ 1 Stimme (5.56%)]


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Holger Wiemann Ringrichter bei Rahimi Kampf

"Fight 4 Peace" am 30. Oktober in Kabul

Holger Wiemann bei Präsident Karsai (Foto: Fight4Peace-Team)Holger Wiemann bei Präsident Karsai (Foto: Fight4Peace-Team)

Mit seinem Fight4Peace in Kabul hat nicht nur Hamid Rahimi in Afghanistan Sportgeschichte geschrieben. Auch mit dem Namen Christof Hawerkamp dürfte dieses Ereignis eng verbunden bleiben, schließlich war es der Hamburger Manager, der seinen Schützling bei dessen Plänen nach einem Ringauftritt in seiner Heimat tatkräftig unterstützte – und die Organisation und Planung übernahm. Dass Holger Wiemann, internationaler Ring und Punktrichter, auch Teil dieses Ereignisses sein würde, das kam überraschend.

Drei Tage vor dem Fight klingelte bei dem Berliner Kampfrichter das Telefon. Man erklärte ihm das Anliegen, ein Ringrichtereinsatz für den Rahimi Kampf. Man gab ihm fünf Minuten Bedenkzeit zuzugreifen. Er stimmte sich kurz mit seiner Frau ab – und sagte zu. Die Einreise-Formalitäten sollten mit einem am Flughafen in Kabul bereitliegenden Präsidenten-Visum erledigt sein. Wie sich nach dem Hinflug via Beirut und Abu Dhabi schließlich bei der Passkontrolle in der afghanischen Hauptstadt herausstellte, lag so ein Visum natürlich nicht vor. Wiemann erklärte sein Anliegen, worauf die Beamten nach Rücksprache mit ihren Vorgesetzten unbürokratisch weiterhalfen. Der Berliner durfte einreisen. Und am selben Tag, am Abend, den Fight4Peace zwischen Hamid Rahimi und Said Mbelwa als Referee leiten. Das Duell endete schließlich mit einem TKO Erfolg für den Lokalmatadoren.

„Die Zuschauer waren begeistert, es war die erste internationale Sportveranstaltung seit über 30 Jahren. Es war wirklich eine unglaubliche Stimmung in der Arena“ berichtet Wiemann. Auf die Sicherheitslage angesprochen, meint der Berliner: „Natürlich hat man die Soldaten und Polizisten wahrgenommen, aber eher diskret. Man hatte nie den Eindruck sich in einem Krisengebiet zu befinden. Natürlich hat der Boxkampf auch im Saal der Loya Jirga (Saal der grossen Ratsversammlung d. Red.) stattgefunden, der ja sowieso schon zu den am besten gesicherten Teilen der Stadt gehört.“

Der Ringrichtereinsatz ermöglichte Wiemann zusammen mit dem Sportler-Team am nächsten Tag eine Audienz beim afghanischen Präsidenten. Das Treffen mit Karsai dauerte dann länger als geplant. Um den Rückflug von dem Deutschen sicherzustellen, hielt das Büro des Präsidenten die Linienmaschine am Flughafen in Kabul am Boden, bis Wiemann schließlich nach Erledigung der Ausreise-Formaliäten im Flugzeug saß. Via Dubai ging es dann zurück ins heimische Berlin. Es sind viele kleine Erlebnisse mit den gastfreundlichen Afghanen, die Wiemann besonders präsent in Erinnerung geblieben sind.

Das Duell zwischen Rahimi und Said Mbelwa war mehr als ein Boxkampf. Es war ein Signal. Für ein ganzes Land. Und Wiemann ist Teil dieses historischen Ereignisses. Das konnte er aber nicht wissen, an dem Samstag Nachmittag, als sein Handy klingelte...

zurückIngo Barrabas, 15.11.2012

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