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Interview mit Firat Arslan

Vor dem Duell gegen Huck

Firat Arslan (Foto: IB)Firat Arslan (Foto: IB)

Am 3. November darf sich das Publikum im Gerry Weber Stadion in Halle/Westfalen auf einen WM-Kampf freuen, der es in sich hat. Dabei will WBO-Weltmeister Marco Huck (34-2-1, 25 K.o.´s) seinen Gürtel zum zehnten Mal erfolgreich verteidigen. Sollte das gelingen, wird er von der World Boxing Organization zum Super-Champion ernannt. Für seinen Herausforderer Firat Arslan (32-5-2, 21 K.o.´s) könnte es hingegen die Rückkehr auf die große Box-Bühne werden. Er war bereits WBA-Weltmeister im Cruisergewicht. Welche Chancen er sich gegen Huck ausrechnet, darüber spricht er in diesem Interview.

Herr Arslan, wie haben Sie sich auf den Kampf gegen Marco Huck vorbereitet?
Firat Arslan: Ich habe mehr Sparringseinheiten absolviert, als jemals zuvor. Ich hatte zehn verschiedene Sparringspartner, sonst waren es immer drei oder vier. Früher lag ich immer bei etwa 80 Sparringsrunden, für diesen Kampf habe ich bisher knappe 160 absolviert. Das haben wir gemacht, um im Kampf flexibel zu sein. Eine Sache ist sicher, keiner kann Marco Huck kopieren. Schließlich ist er Weltmeister. Aber wir hatten hier viele junge Leute mit Biss. Die wollten zeigen, was sie können. Und ich kann nur sagen, dass meine Sparringspartner wirklich einen großartigen Job gemacht haben.

Gab es noch andere Dinge, die Sie verändert haben?
Firat Arslan: Wir haben versucht, für den wichtigsten Kampf meiner Laufbahn neue Wege zu gehen. Wir haben einen speziellen Sandsack gehabt, mit dem man sehr präzise arbeiten kann. Außerdem habe ich mit einem speziellen Trainingsgerät gearbeitet, um die Lungenmuskulatur zu stärken. Ich weiß, dass mich vielleicht einige Kritiker schon abgeschrieben haben. Aber am 3. November möchte ich die eines Besseren belehren.

Welche Kritiker meinen Sie?
Firat Arslan: Ich bin ehrlich. Ich bin 42 Jahre alt geworden. Und einige Leute glauben, ich hätte den Kampf nur wegen des Geldes angenommen. Das stimmt aber nicht. Ich habe nicht versucht, eine besonders hohe Börse rauszuschlagen oder diesbezüglich zu pokern. Für mich geht es allein um den sportlichen Erfolg. Ich glaube daran, dass ich wieder Weltmeister werde. Ich weiß, dass ich aus sportlicher Sicht voll auf der Höhe bin. Deshalb habe ich diesen Kampf gewollt. Ich will gegen die Besten boxen und Marco Huck ist seit über drei Jahren Weltmeister. Ich freue mich auf diesen Kampf.

Hätten Sie nicht andere Optionen gehabt?
Firat Arslan: Natürlich! Aber mein Ziel war es, wieder um die Weltmeisterschaft zu kämpfen. Die anderen Möglichkeiten bringen mir sportlich gesehen erst einmal nichts. Marco hat einen großen Namen, deshalb hat der Kampf für mich einen Sinn. Ich habe Respekt vor ihm – vor allem, weil er sich stellt. Die anderen Weltmeister wollten nicht gegen mich antreten.

Wie sieht denn Ihre Strategie für den Kampf am 3. November aus?
Firat Arslan: Marco Huck gehört zu den schlagstärksten Cruisergewichtlern, die es gibt. Dazu ist er 15 Jahre jünger als ich. Doch ich boxe auf Sieg. Ich verspreche, alles zu geben. Ich bin willensstark. Mein Vorteil ist: Ich habe ein Team mit Herzblut, das sich um nur einen Sportler kümmert. Bei den großen Boxställen hat man oft einen Trainer, der sich um ganz viele Sportler kümmert. Und ich glaube nicht, dass woanders professioneller gearbeitet wird als bei uns. Ich will gewinnen. Alles andere wird man im Ring sehen.

Manchmal verspüren Boxer ja eine große Abneigung ihren Gegnern gegenüber. Marco Huck und Sie scheinen sich gegenseitig zu schätzen…
Firat Arslan: Ja, das stimmt. Vielleicht kommt das manchmal anders rüber, aber Marco ist sehr nett. Aber so ist das eben im Sport. Wenn solche Kämpfe kommen, muss man sie auch machen. Für mich gibt es wirklich nur einen Boxer, gegen den ich nicht antreten würde: Luan Krasniqi. Das liegt daran, weil wir wirklich richtig gute Freunde sind.

Was für eine Art Kampf erwarten Sie im Gerry Weber Stadion?
Firat Arslan: Ich bin davon überzeugt, dass es ein guter Kampf wird. Marco ist ein wenig unorthodox, aber das ist nicht neu für mich. Ich bin auf alles eingestellt, egal was er im Ring macht. Dazu habe ich die richtigen Mittel. Ich ziehe meinen Kampfstil durch. Es wird hart, aber fair. Das erwarte ich auch von Marco. Denn der gegenseitige Respekt von beiden Seiten ist da.

Für Marco Huck ist es quasi ein Heimspiel. Wie gehen Sie damit um?
Firat Arslan: Es ist logisch, dass die Zuschauer überwiegend für ihn sein werden. Aber wir können ja nicht erwarten, dass er Weltmeister ist und freiwillig zu uns kommt. Aber wir sind auf diese Situation vorbereitet, so dass es mich nicht stört. Ich bin so lange im Geschäft und kann sagen, dass nachher nur Marco, ich und der Ringrichter im Seilgeviert stehen werden. Da entscheiden die Fäuste, nicht die Zuschauer!

Wenn Sie gegen Huck verlieren sollten, würden Sie Ihre Karriere dann beenden?
Firat Arslan: Ich befasse mich nicht mit einer Niederlage. Insofern könnte ich eine solche Frage erst nach dem Kampf beantworten.

Und im Falle eines Sieges? Würden Sie dann aufhören?
Firat Arslan: Ich glaube an meinen Sieg. Ich fühle mich topfit. Und so lange ich noch diese Form habe, denke ich eigentlich nicht ans Aufhören. Ich könnte als Weltmeister noch ein paar Titelverteidigungen machen und die Karriere dann als amtierender Champion beenden. Aber das entscheidet sich alles am 3. November.

zurückIngo Barrabas, 27.10.2012

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