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Interview mit Dominik Britsch

Vor dem Rückkampf gegen Santos

Dominik Britsch (Foto: IB)Dominik Britsch (Foto: IB)

Dominik Britsch (26-0-1, 9 K.o.´s) will am 15. September in Bamberg zeigen, dass er das Siegen nicht verlernt hat. In der Stechert Arena trifft der Mittelgewichtler zum zweiten Mal auf den Spanier Roberto Santos (17-6-2, 9 K.o.´s), gegen den er am 25. Februar in Stuttgart nicht über ein Unentschieden hinauskam. Für das Rematch plant der 24-Jährige aus Neckarsulm nichts anderes als die Eroberung des vakanten EU-Titels. Dass er aus dem ersten Kampf gelernt hat und wie er seine nahe Zukunft im Ring sieht, verrät er im Interview.

Herr Britsch, am 15. September treten Sie erneut gegen den Spanier Roberto Santos an. Haben Sie etwas im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen in der Vorbereitung verändert?
Dominik Britsch: Im letzten Kampf war ich eigentlich auch schon gut vorbereitet, doch diesmal habe ich schon früher mit der Sparringsphase begonnen. Ansonsten läuft im Training alles wie gehabt.

Wie haben Sie selbst den Ausgang des ersten Kampfes gesehen? War das Unentschieden in Ihren Augen gerechtfertigt?
Dominik Britsch: Ich muss im Nachhinein sagen, dass die einzelnen Runden schon recht eng verliefen. Das Unentschieden war zwar vertretbar, ich habe mich aber trotzdem eher mit ein bis zwei Runden vorn gesehen.

Gegen Santos haben Sie in Stuttgart ja recht schnell in den Kampf gefunden, dann aber gegen Ende konditionell abgebaut. War das auch der Grund dafür, dass es nicht zum Sieg reichte?
Dominik Britsch: Die Marschroute war, von Anfang an der Aktivere zu sein. Dabei hatte ich mich wohl zu stark verausgabt. Gegen Ende hatte ich dann sogar schon Krämpfe in den Beinen. Ich glaube, wenn ich besser mit meinen Kräften haushalte, wird der Kampfverlauf im Rematch ein ganz anderer sein.

Sie kennen Ihren Gegner schon aus dem ersten Kampf, er Sie jedoch auch. Ist das eher ein Vor- oder Nachteil?

Dominik Britsch: Ich denke, dass Santos seinen Boxstil wenig im Vergleich zum ersten Kampf verändern kann. Er boxt halt seinen Stil. Ich erwarte nichts anderes von ihm. Ich habe hingegen technisch und taktisch ganz andere Möglichkeiten als er. Dementsprechend sehe ich das als Vorteil für mich.

In Stuttgart war das natürlich ein Heimspiel für Sie. War das eventuell ein zu großer Druck, vor so vielen eigenen Fans den Titel erobern zu wollen?
Dominik Britsch: Es hat mich eher angespornt und gefreut, dass so viel los war. Vielleicht habe ich mich zu sehr in der Pflicht gesehen, das Beste aus mir herauszuholen. In Bamberg hoffe ich wieder auf viele Zuschauer, die mich anfeuern. Denn diesmal werde ich den Gürtel mit nach Hause bringen.

Es geht erneut um den EU-Titel im Mittelgewicht. Wie ordnen Sie den Stellenwert dieser Meisterschaft ein?
Dominik Britsch: Natürlich ist es ein Sprungbrett für einen Kampf um die Europameisterschaft. Außerdem bin ich ja schon auf Platz drei in der Rangliste des Weltverbandes IBF platziert. Ein Sieg würde mir also alle Möglichkeiten eröffnen, noch weiter in meiner Karriere voranzukommen.

Also würde sich über kurz oder lang die Möglichkeit ergeben, um die Europameisterschaft in Ihrer Gewichtsklasse zu boxen?
Dominik Britsch: Auf jeden Fall. Bin ich gegen Santos erfolgreich, wird das nur noch eine Frage der Zeit sein. Vielleicht würde sich dann ja auch schon bald die Chance ergeben, um die Weltmeisterschaft zu boxen. Wichtig ist aber erst einmal nur der 15. September. Ich werde alles geben, um in Bamberg zu gewinnen. Dann stehen mir alle Türen offen.

zurückIngo Barrabas, 08.09.2012

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