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Umfrage

Ergebnisstand der aktuellen Umfrage:


Lomachenko vorzeitig
[ 2 Stimmen (33.33%)]

Lomachenko nach Punkten
[ 3 Stimmen (50.00%)]

Das Duell endet Unentschieden
[ 0 Stimmen (0.00%)]

Rigondeaux vorzeitig
[ 0 Stimmen (0.00%)]

Rigondeaux nach Punkten
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Marco Huck und das Internet

Eine Bestandsaufnahme

Marco Huck (Foto: IB)Marco Huck (Foto: IB)

Marco Huck hätte ein dickes Fell haben müssen, wenn er vor einigen Monaten in den Box-Foren als stiller Mitleser unterwegs gewesen wäre. Der WBO Cruisergewichts-Weltmeister kam nicht gut weg. Vorsichtig formuliert. Oder um in den Worten mancher User zu schreiben: Huck galt als asozialer Unsympath. Mittlerweile scheint sich das Blatt gedreht zu haben. Nun ist es nicht unbedingt so, dass Huck in den Foren mit Liebesschwüren überhäuft wird, aber die Diskussionen über seine Kämpfe letzten beiden Kämpfen verliefen vergleichsweise sachlich und die Anzahl hämischer Kommentare war dabei zu vernachlässigen. Es scheint sich der Eindruck zu verfestigen, dass Huck trotz seiner letzten nicht siegreich gestalteter Kämpfe bei den Box-Fans etwas gewonnen hat: Respekt!

Erstaunlich ist dabei die Tatsache, dass es überhaupt so lange gedauert hat. Möglicherweise haben viele seiner Aussagen nicht unbedingt zu einem positiven Gesamtbild beigetragen. Dass sich viele seiner Botschaften manchmal relativieren, bleibt wohl denen vorbehalten, die sich länger mit Huck unterhalten konnten. Unterm Strich bleibt festzuhalten, dass der Sauerland Boxer sich oft in einer naiven Schlichtheit äußerte, die nur als arrogant empfunden werden kann. Andere behaupten es handele sich dabei um ein im Boxen zwingend erforderliches Selbstvertrauen. Womit man dann den Bogen zum sportlichen Fazit spannt.

Kurz vor seinem 20. Geburtstag debütierte Huck im Profiboxen. Er gewann im November 2004 gegen Pavel Cirok durch TKO in der ersten Runde. Im elften Profifight musste Huck zum ersten Mal über die volle angesetzte Distanz gehen, Rüdiger May hatte er kurz vor dem letzten Gong am Rande einer vorzeitigen Niederlage. Die Qualität der Gegner stieg nun rasant und Opponenten vom Schlage eines Michael Simms, Claudio Rasco oder Nuri Seferi besiegt man nicht eben so im vorbeigehen… Bereits im Jahre 2007 boxte Huck einen IBF Eliminator gegen den hoch eingeschätzten Vadim Tokarev und gewann verdient nach Punkten. Die mit dem Sieg verbundene WM Chance versemmelte Huck gegen Steve Cunningham im Dezember 2007. Selbst schuld, könnte man sagen, denn viel zu spät und zu nachlässig bereitete sich Huck auf den wichtigen Kampf vor. Rückblickend kann man von einer guten Erfahrung sprechen, denn die Niederlage holte Huck aus dem Weltall wieder auf den Planeten Erde zurück.

Bei seinem Erfolg über Frantisek Kasanic boxte der Käpt’n mit einem gebrochenen Kiefer. Und stoppte seinen zähen Kontrahenten in der neunten Runde. Die unbesiegten Geofffrey Battelo und Vitaly Rusal wurden in EM Titelverteidigungen ebenfalls gestoppt und erholten sich von den Niederlagen nicht mehr richtig. Dann holte sich Huck mit einem Punktsieg über Victor Emilio Ramirez im August 2009 die WBO Weltmeisterschaft. Gegen jenen Mann, der Alexander Alekseev gestoppt hatte und als klarer Favorit gehandelt wurde. Es folgte ein knapper, aber verdienter Punktsieg gegen Olaf Afolabi. Seine Pflichtverteidigung gegen Denis Lebedev im Dezember 2010 ist der einzige Makel in seinem Rekord, der Punktsieg sehr umstritten. Von dieser Art haben andere Champions mehrere im Gepäck. Alleine bis zum Gewinn des Titels… Das soll nichts rechtfertigen, relativiert aber bei Diskussionen über den Boxer Marco Huck schnell mal die Unfairness, mit denen dem Boxer begegnet wird.

Die letzten Schlachten gegen Alexander Povetkin und Ola Afolabi, bei dem sich Huck nach einem schwachen Start mit einem unbändigen Kampfeswillen wieder zurück in das Gefecht boxte, passen sich nahtlos in den bisherigen Karriereverlauf ein. Seine Prognose „ich weiß nicht, ob ich Wladimir Klitschko besiegen würde, aber ich werde es versuchen“ dürfte nach dem Riesenfight gegen Alexander Povetkin nun auch ein anderes Gewicht haben. Der Journalist, der die ersten Runden gegen den WBA Champion süffisant mit einem „Welcome in the heavyweight divison, Marco“ kommentierte, war ob der großen kämpferischen Leistung in den weiteren Runden vermutlich ebenso verblüfft wie viele Fans. „Boxen kann Huck nicht, hat aber das Herz eines Löwen. Und was er damit erreicht hat ist fast unglaublich.“ sagte vor einiger Zeit ein Funktionär.

Viele Huck Gegner werden dieses Fazit mittlerweile bestätigen. Auch wenn sich diese anonym im Internet bewegen.

zurückIngo Barrabas, 25.06.2012

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