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Interview mit Denis Boytsov

Vor dem Duell gegen Guinn

Denis Boytsov (Foto: IB)Denis Boytsov (Foto: IB)

Erst Köln, dann den Rest der Welt: Im Jahr 1 nach seinen erfolgreichen Handoperationen will Denis Boytsov (30 Siege, davon 25 vorzeitig) nun umsetzen, was ihm schon länger zugetraut wird. Der 26-jährige Profi der neu formierten Universum Box-Promotion hat alles, um sich sehr bald für ein WM-Duell mit Vitali oder Wladimir Klitschko zu empfehlen. Der imposante Punch ist dabei längst nicht mehr alles, was für den jüngsten Silberrücken in der Elite des Schwergewichts spricht – man muss ihm wenige Wochen vor seinem Kampf gegen Dominick Guinn (13. April, LanxessArena Köln) nur mal zuhören.

Sie gelten schon seit Jahren als Geheimtipp im Schwergewicht. Ist das immer noch ein Kompliment, oder nervt es Sie inzwischen?
Denis Boytsov: „Hauptsache, ich glaube selbst an mich. Ich habe schon mit einigen guten Boxern im Ring gestanden und brauche jetzt nur noch ein bisschen mehr Erfahrung. Noch zwei, drei Kämpfe, am besten gegen große Leute, dann bin ich Ende des Jahres bereit für einen WM-Kampf mit den Klitschkos.“

Fühlen Sie sich nach den erfolgeichen Operationen an der Schlaghand nicht wie befreit?
Denis Boytsov: „Ja, jetzt ist diese Hand noch stabiler als die linke (lacht).

Sie präsentieren sich am 13.April im Vorfeld der Mittelgewichts-WM Sturm-Zbik vor rund 18.000 Zuschauern. Ist die große Bühne für Sie eine zusätzliche Motivation?
Denis Boytsov: „Ja, ich habe noch nicht oft vor so vielen Leuten geboxt. Früher in der Color Line Arena in Hamburg, aber das ist schon länger her.“

Jeder erwartet bei Ihren Kämpfen einen fulminanten K.o. Ist das nicht ein großer Erwartungsdruck?
Denis Boytsov: „Vielleicht früher, da hatte ich auch nur sechs, acht Runden Zeit. Inzwischen denke ich darüber anders. Ich möchte lieber Erfahrung sammeln, dann kommt alles aus dem Boxen heraus.“

Was nehmen Sie sich denn gegen Dominick Guinn in Köln vor?
Denis Boytsov: „Ich werde mir erstmal genau anschauen, was er macht. Er hat viel Erfahrung mit guten Boxern. Für mich ist es besser, wenn es ein paar Runden länger dauert.“

Kann man so einen starken Punch überhaupt lernen, oder ist das bei Ihnen sozusagen eingebaut?
Denis Boytsov: „Ohne diese Schlagkraft wäre ich aus meiner kleinen Stadt jedenfalls nicht herausgekommen. Orjol (südwestlich von Moskau, 320.000 Einwohner, d.Red.) ist voller Strukturprobleme, das hätte mich auf Dauer erdrückt. Aber Schlagkraft hat auch mit Training zu tun. Man braucht viele Übungen, um den Rücken dafür auszubilden.“

Was gibt es sonst über Ihre Heimatstadt zu sagen?
Denis Boytsov: „In Russland ist Orjol dafür bekannt, dass viele Dichter und Schriftsteller hier aufwuchsen – wie zum Beispiel Iwan Turgenjew oder Iwan Bunin. Hier gibt fünf Theater und drei Bibliotheken, und die Landschaft drum herum ist sehr, sehr schön.“

Sie wirken in Ihren bisherigen Kämpfen so, als hätten Sie nicht die geringsten Zweifel an sich. Ist das auch angeboren?
Denis Boytsov: „Ohne mentale Stärke kann man im Sport nichts erreichen. Ich bin immer davon überzeugt, dass ich der Bessere bin und der Gegner mir nichts anhaben kann. Und ich weiß, dass meine große Familie mir die Daumen drückt – in Deutschland wie in Orjol, vor dem Fernseher.“

Was ist denn aktuell das Problem im Schwergewicht: Sind die Klitschkos einfach zu stark oder die anderen zu schwach?
Denis Boytsov: „Die Klitschkos sind zwei gut austrainierte Athleten, größer und breiter als die meisten. Sie boxen schon sehr lange und dominieren nicht zufällig. Dafür verdienen sie auch Respekt. Aber die meisten ihrer Gegner sind einfach nicht aggressiv genug, und ich weiß nicht warum. Chris Arreola war gut, Dereck Chisora war gut, hat jetzt aber keine Lizenz mehr.“

Bleibt fast nur noch Boytsov...
Denis Boytsov (lacht): „Die Journalisten haben schon öfter berichtet, wie ich die Klitschkos sehe. Darauf hat Wladimir mir mal eine Mail geschickt und gefragt, ob ich für den Kampf bereit sei. Ich habe geantwortet, dass ich das will, aber zu der Zeit war es noch zu früh.“

Was hat sich jetzt geändert?
Denis Boytsov: „Als ich meinen ersten Vertrag unterzeichnet habe, war ich sehr jung und habe das Profiboxen noch nicht richtig verstanden. Jetzt kann ich lesen, was der andere fühlt, wenn er mit mir im Ring steht. Ich sehe ihn mir genau an und weiß sofort, wie schwer es wird.“

Manche bezweifeln, dass man mit 1,85 Meter Körpergröße Champion im Schwergewicht werden kann?
Denis Boytsov: „Es ist nicht leicht gegen größere Leute, aber ich finde die Lücke. Ich bin schnell und beweglich, ich kann mit diesen Gegnern spielen. Und ich habe mich defensiv sehr verbessert. In den zwei Jahren, als ich die Schlaghand nicht einsetzen konnte, habe ich wie ein Rechtsausleger gelernt und die Defensive intensiv trainiert.“

Was bedeutet Ihnen der Standort Hamburg, und wo findet man Sie dort?
Denis Boytsov: „Hamburg ist für mich die beste deutsche Großstadt, viele nette Leute, viel Wasser. Meine Frau und ich gehen hier gerne spazieren, besuchen Freunde und gehen ab und zu tanzen, wenn uns danach ist. Wir sind sehr gerne in einer Gruppe unterwegs.“

Wo wollen Sie später leben, und wie wollen Sie das Geld aus der Profi-Karriere anlegen?
Denis Boytsov: „Mein Traum ist zunächst der WM-Titel, dann könnte ich später vielleicht ein Hotel in Hamburg kaufen. Ein Sporthotel mit fünf Sternen (lacht). In Orjol bekomme ich jetzt mein Diplom in Sportmanagement.“
 

zurückIngo Barrabas, 12.04.2012

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