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Tajbert trainiert nun bei Michael Timm

Trennung von Coach Magomed Schaburow

Vitali Tajbert (Foto: JBC)Vitali Tajbert (Foto: JBC)

Vitali Tajbert (22-2 (6)) hat sich von seinem bisherigen Coach Magomed Schaburow getrennt und arbeitet ab sofort mit Universum-Cheftrainer Michael Timm zusammen. Die Entscheidung für den Trainerwechsel hat vielerlei Gründe. Zum einen wünscht sich der ehemalige Weltmeister nach Version der WBC für die Zukunft klare Strukturen und Sicherheit. Schaburow hatte zuletzt auch bei anderen Boxställen seine Trainertätigkeit ausgeübt. Zum anderen verspricht sich Tajbert durch den Trainerwechsel neue Impulse und einen WM-Kampf.

„Ich möchte etwas Neues wagen. Michael Timm ist ein ausgezeichneter, erfahrener Trainer und ich halte sehr viel von ihm, persönlich und von seiner Arbeit. Er hat schon so viele Boxer zu Weltmeistern gemacht. Davon werde ich garantiert profitieren.“ Für den Stuttgarter ist der Wechsel zu Timm nur eine wichtige Komponente, um dieses Jahr noch nach dem WM-Titel zu greifen. Auch die neue Harmonie im Universum-Stall beflügelt den Schwaben. „Das neue Team bei Universum ist eng zusammengerückt. Wir haben einen tollen Teamgeist und alle ziehen an einem Strang. Ich brauche das WIR-Gefühl, um gut zu boxen. Ich brauche das Team hinter mir, um wieder Weltmeister zu werden“, so Tajbert.

Der neue Coach freut sich bereits auf seinen Neuzugang, mit dem er noch viel vor hat und denkt bereits an den WM-Titel. „Vitali ist ein fantastischer Boxer mit einer exzellenten Technik. Ich traue ihm noch in diesem Jahr einen WM-Titel zu. Er bringt alles mit“, schwärmt Timm. Gleichzeitig betont der erfahrene Trainer, dass die Zusammenarbeit von hoher Disziplin geprägt sein muss, um noch einmal den WM-Titel zu holen. „Es geht nur über Engagement und Disziplin im Training“, so Timm. Der talentierte Superfedergewichtler hatte zuletzt große Probleme mit seinen Fäusten. Bei seinem letzten Punktsieg am 28.01.2012 im Hamburger Grand Elysée Hotel boxte der sympathische Universum-Profi sogar mit angebrochener Hand und trägt seither an der linken Hand einen Gips. „Wir haben die Hände untersuchen lassen. Vielleicht werde ich noch in den nächsten Wochen operiert.“ Schon bei seiner WM-Pleite Ende 2010 gegen Takahiro Ao war nicht Leichtsinn, sondern eine angebrochene Schlaghand der entscheidende Faktor. „Mit meiner Rechten hätte ich diesen Kampf nicht verloren“, bedauerte er noch in Nagoya.

Der neue Universum-Boss Waldemar Kluch glaubt ebenfalls, dass Tajbert wieder in die Weltspitze vorstoßen kann. Für ihn steht aber die vollständige Genesung seines Schützlings an erster Stelle. „Für Vitali ist es erst einmal wichtig, dass er wieder ohne Probleme boxen kann. Dann werden wir noch viel Freude an ihm haben“, ist sich Kluch sicher. Der WM-Kampf könnte, abhängig vom Heilungsverlauf noch in diesem Jahr steigen. Tajbert, der 2004 bei den Olympischen Spielen in Athen Bronze holte, fühlt sich sichtlich wohl im neuen Universum und verspricht seinen Fans tolle Kämpfe in diesem Jahr. „Sobald meine Fäuste wieder funktionieren zeige ich meinen Fans, was in mir steckt.“ Mit gesunden Händen und Meistertrainer Michael Timm im Rücken will der 1,67 kleine Gigant 2012 wieder richtig angreifen.

zurückIngo Barrabas, 06.03.2012

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