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Umfrage

Ergebnisstand der aktuellen Umfrage:


Lomachenko vorzeitig
[ 2 Stimmen (33.33%)]

Lomachenko nach Punkten
[ 3 Stimmen (50.00%)]

Das Duell endet Unentschieden
[ 0 Stimmen (0.00%)]

Rigondeaux vorzeitig
[ 0 Stimmen (0.00%)]

Rigondeaux nach Punkten
[ 1 Stimme (16.67%)]


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Povetkin besiegt Huck knapp nach Punkten

Dramatischer Kampf in Stuttgart

Alexander Povetkin (Foto: IB)Alexander Povetkin (Foto: IB)

Alexander Povetkin hat seine WBA Weltmeisterschaft im Schwergewicht erfolgreich gegen Marco Huck verteidigt. Im Hauptkampf der Sauerland Veranstaltung siegte der Champion in der Porsche Arena am vergangenen Samstag in Stuttgart knapp nach Punkten. Im Grunde genommen gab es nach dem Kampf aber drei Gewinner: Den offiziellen Sieger Povetkin, den moralischen Gewinner Marco Huck – und den Sport. Das Gefecht war mit Spannung erwartet worden, das Duell hielt was es versprach: Spannung und Dramatik. Die 7000 Fans in der ausverkauften Arena feuerten beide Boxer immer wieder lautstark an, wobei die Mehrzahl auf der Seite des Herausforderers standen.

Zunächst  begann Povetkin druckvoll, nutze seinen Jab und kam versuchte sich mit seiner rechten Schlaghand Respekt zu verschaffen. Etliche Male traf er zum Körper von Huck. "Welcome in the heavyweights" spottete in dieser Phase ein Kommentator. Doch der Wegner Schützling explodierte in bekannter und stürmischer Manier ab der dritten Runde. Dann verlor der Titelverteidiger die Übersicht, musste selbst Treffer einstecken. Povetkins Trainer Alexander Zimin brachte es  anschließend auf den Punkt: „Beide Boxer haben einen sehr unterschiedlichen Stil. Huck attackierte überfallartig, Povetkin boxt er klassisch und schlägt viele Kombinationen. Vielleicht hat er sich zu sehr darauf versteift, Huck k.o. schlagen zu wollen. Auch konditionell haben wir große Steigerungsmöglichkeiten nach oben.“ So arbeitete Povetkin mehr, geriet aber durch Angriffswellen von Huck immer wieder unter Druck. In diesen Situationen lag ein vorzeitiger Sieg von Huck in der Luft, allerdings fehlte seinen Schlägen die Genauigkeit. Povetkin duckte sich sehr oft tief ab, was vom Ringrichter aber nicht beanstandet wurde. Richtig dramatisch wurde es im letzten Durchgang. Kurz vor Ende traf erneut Huck mit mehreren Treffern zum Kopf, Povetkin wankte – fiel aber nicht. Nach dem Schlußgong ging er auf schweren Beinen in seine Ecke. Insgesamt ein sehr knapper Kampf, dementsprechend auch die Punkturteile: 116:113, 116:112 und 114-114 lauteten die Wertungen nach zwölf spannenden Runden. Damit bleibt der WBA Champion Povetkin weiter unbesiegt und verbesserte seine Bilanz auf 24-0 (16). Marco Huck musste zwar zweite Niederlage hinnehmen, sein Rekord steht nun bei 34-2 (25), doch Respekt dürfte er bei vielen Fans gewonnen haben.

„Vielleicht habe ich Huck unterschätzt. Ich freue mich aber, den Titel verteidigt zu haben. Ich habe den Kampf gewonnen, daran besteht für mich kein Zweifel.“ meinte Alexander Povetkin. „Es war eine Ehre, gegen jemanden wie Povetkin anzutreten“, so Huck. „Er war Olympiasieger und Weltmeister bei den Amateuren und Profis, ein ganz Großer, und ich habe ihn dominiert. Ich denke, die Reaktion der Fans war eindeutig. Ich habe diesen Kampf gewonnen. Ich bin mir sicher, dass alle gerne ein Rematch sehen würden.“ Wilfried Sauerland freute über einen spektakulären Boxabend: „Das war ein unglaublich dramatischer und knapper Kampf“, urteilte er. „Marco hat mich überrascht, er hat eine tolle kämpferische Leistung geboten. Hut ab, dass er das zwölf Runden durchziehen konnte. Bei Alexander hatte ich das Gefühl, dass er nicht ganz so austrainiert gewesen wäre, wie es nötig gewesen wäre, um Marco klarer zu besiegen. Vielleicht hat er ihn auch unterschätzt. Das werden die Trainer jetzt in aller Ruhe analysieren. Es war auf jeden Fall ein ganz toller Kampf für den Boxsport. Es hat gezeigt, dass es im Schwergewicht doch noch gute Kämpfe gibt.“ Als nächstes steht für Povetkin die Pflichtverteidigung gegen Hasim Rahman an. Auch ein Rematch gegen Huck scheint möglich. „Wir wollen die besten und spannendsten Kämpfe veranstalten – Kämpfe, die die Zuschauer sehen möchten. Wir werden uns in den nächsten Tagen hinsetzen und dann schauen, wie es weitergeht“, sagte Kalle Sauerland. 

Die EU Meisterschaft im Mittelgewicht bleibt vakant. Im Fight um die Krone standen sich  die beiden Co-Herausforderer Dominik Britsch 26-0-1 (9) und Roberto Santos (17-6-2 (9)) gegenüber. Britsch bestimmte die erste Hälfte der Begegnung, in der zweiten Hälfte kam dagegen der Spanier immer stärker auf. Im letzten Durchgang zog sich Britsch noch eine stark blutende Cut-Verletzung zu. Nach zwölf Runden lautete das Urteil Unentschieden.

Halb-Mittelgewichtler Jack Culcay boxte bei seinem Debüt für das Sauerland-Team in einem auf acht Runden angesetzten Fight gegen Salvatore Annunziata (15-6-4 (3)). In der siebten Runde schickte „Golden Jack“ seinen Kontrahenten mit einem Aufwärtshaken zu Boden, wenig später brach der Ringrichter nach einem unbeantworteten Schlaghagel das ungleich gewordene Gefecht ab. Mit dem Erfolg bleibt Culcay weiter unbesiegt und verbesserte seine Bilanz auf 11-0 (7).

Im Mittelgewicht gab es für die österreichische Box-Hoffnung Marcos Nader eine Premiere, denn sein Kampf gegen Baker Barakat (36-12-4 (24)) war auf zehn Runden angesetzt.  Barakat, der in seinem letzten Duell nach Punkten gegen Koren Gevor gewann, blieb dieses Mal ohne Chance, Nader bestimmte das Geschehen vom ersten bis zum letzten Gong. Mit dem Sieg baute der Österreicher seinen Rekord auf 15-0 (2) aus.

Im Schwergewicht gewann der unbesiegte Edmund Gerber (19-0 (12)) gegen Oleksiy Mazekin (17-7-2 (4)) durch TKO in der fünften Runde.
Im ersten Kampf des Abends gewann Robert Woge (7-0 (5)) in einem auf acht Runden angesetzten Duell gegen seinen italienischen Kontrahenten Roberto Cocco (10-9-1 (5)) durch TKO in der siebten Runde.

zurückIngo Barrabas, 26.02.2012

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