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Interview mit Dominik Britsch

Vor dem Duell gegen Roberto Santos

Dominik Britsch (Foto: IB)Dominik Britsch (Foto: IB)

Heimspiel für Dominik Britsch (26-0, 9 K.o.´s): Der Neckarsulmer wird am 25. Februar nach dem vakanten EU-Titel greifen. In der Porsche-Arena in Stuttgart, knapp 60 Kilometer von seinem Heimatort entfernt, trifft der 24-jährige Schützling von Erfolgscoach Ulli Wegner auf den Spanier Roberto Santos (17-6-1, 9 K.o.´s). Wie sich der deutsche Mittelgewichtler auf den Kampf vorbereitet hat und wie er die Chancen einschätzt, zu gewinnen, verrät er im Interview…

Herr Britsch, am 25. Februar steht in Stuttgart der nächste Kampf an. Wie verlief das Training vor dem Fight gegen Roberto Santos?
Dominik Britsch: Die spezielle Vorbereitung begann vor etwa vier Wochen, da bin ich ins Trainingslager nach Kienbaum gegangen. Vorher hatte ich aber schon sechs Wochen zu Hause, in Neckarsulm, trainiert.

Zwischendurch war ja mal ein anderes Kampfdatum, im März, im Gespräch. Hat das eigentlich Ihre Vorbereitung beeinflusst?
Dominik Britsch: Nein, eigentlich nicht. Es kommt vor, dass es Unklarheiten gibt und man nicht so früh weiß, gegen wen oder wo man boxt. Letztendlich ist es mir egal, wann oder wo ich meine Gegner besiege. Aber natürlich ist es vor heimischem Publikum am schönsten.

Ihr Gegner in Stuttgart wird der 30-jährige Santos sein. Wie schätzen Sie ihn ein?
Dominik Britsch: Santos hat schon einige Titel gewonnen. Er ist sehr vielseitig, beweglich und kann hauen. Das wird sicher ein guter Kampf.

Der EU-Titel gilt als gutes Sprungbrett. Wie wichtig wäre da ein Erfolg für Sie?
Dominik Britsch: Man freut sich auf jeden Titel. Das fing bei den Profis mit der Junioren-Weltmeisterschaft an, dann ging es mit der IBF-Intercontinental Meisterschaft weiter. Wenn jetzt ein weiterer Titel hinzukäme, würde ich mich unheimlich freuen. Aber dazu muss ich natürlich erst einmal gewinnen.

Der Kampf in Stuttgart ist ein Heimspiel für Sie. Bekommen Sie eigentlich etwas von der Euphorie um Ihre Per son mit, obwohl Sie gerade im Trainingslager in Kienbaum sind?
Dominik Britsch: Klar. Ich weiß, die Menschen in Neckarsulm freuen sich immer, wenn ich in der Nähe kämpfe - dann müssen sie auch nicht so weit fahren. Vor ein paar Monaten stand ich in Ludwigsburg im Ring, da waren schon viele Leute live dabei, um mich zu unterstützen. Und ich denke, in Stuttgart werden es noch mehr sein. Das ist natürlich eine tolle Sache.

Sie sind gerade erst wieder zum „Unterländer Sportler des Jahres“ gewählt worden? Wie wichtig ist die Anerkennung in Ihrer Heimat für Sie?
Dominik Britsch: Für mich ist das fast ein Wunder, dass ich das zum fünften Mal geschafft habe. Denn es gibt viele gute Sportler in der Region – im Fußball, beim Eishockey, in der Leichtathletik und in anderen Sportarten. Deshalb ist das fast so wichtig wie ein Sieg für mich. Denn es zeigt, dass meine Leistungen anerkannt werden.

Falls Sie in Stuttgart gewinnen, wie sehen dann die weiteren Ziele aus?
Dominik Britsch: Mein Traum ist es, Weltmeister zu werden. Wann die Chance kommt, ist schwer zu sagen. Entscheidend sind mein Management, mein Trainer und die Leistungen, die ich zeige. Ich hoffe aber, dass es vielleicht noch in diesem Jahr klappen könnte.

zurückIngo Barrabas, 18.02.2012

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