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Umfrage

Ergebnisstand der aktuellen Umfrage:


Lomachenko vorzeitig
[ 2 Stimmen (33.33%)]

Lomachenko nach Punkten
[ 3 Stimmen (50.00%)]

Das Duell endet Unentschieden
[ 0 Stimmen (0.00%)]

Rigondeaux vorzeitig
[ 0 Stimmen (0.00%)]

Rigondeaux nach Punkten
[ 1 Stimme (16.67%)]


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Interview mit Enad Licina

Vor dem Duell gegen Alekseev

Enad Licina (Foto: Marianne Müller)Enad Licina (Foto: Marianne Müller)

Für Enad Licina (21-3, 11 K.o.´s) schlägt am 4. Februar in der Fraport Arena in Frankfurt die Stunde der Wahrheit. Gegen den 30-jährigen Alexander Alekseev (22-2, 20 K.o.´s) geht es um den derzeit vakanten EM-Titel im Cruisergewicht. Für den 32-jährigen Lokalmatador geht es aber um weit mehr als die Europameisterschaft: Der Schützling von Trainer Karsten Röwer will sich bei seinem „Heimspiel“ natürlich keine Blöße geben. Wie er im Gespräch verrät, glaubt er, der Gewinn der Europameisterschaft könnte für ihn auch der Türöffner für eine WM-Chance sein.

Herr Licina, am 4. Februar treffen Sie in der früheren Ballsporthalle auf Alexander Alekseev. Das ist ein großer Name…
Enad Licina: Ja, das stimmt. Er war Militär- und Amateur-Weltmeister und hat auch schon bei den Profis ein paar internationale Titel gewonnen. Das ist ein starker Mann. Er ist technisch gut, hat einen starken Punch und ist dazu noch Rechtsausleger. Doch jeder Gegner ist schlagbar. Mit den Sparrings in der Vorbereitung war mein Trainer sehr zufrieden. Deshalb sehe ich die Sache optimistisch.

Haben Sie sich schon ein paar Kämpfe von ihm angeschaut?
Enad Licina: Natürlich habe ich mir ein paar Kämpfe von ihm angeschaut. Aber ich kannte ihn auch schon vorher. Ich weiß, was auf mich zukommt. Das wird der schwerste Kampf meiner bisherigen Laufbahn.

Verspüren Sie eigentlich Druck? In Ihrer Profikarriere boxen Sie zum ersten Mal in Frankfurt - und dann gleich um einen so wichtigen Titel…
Enad Licina: Nein, eigentlich nicht. An den Druck gewöhnt man sich als Boxer. In jedem Kampf steht eine Menge auf dem Spiel, da Niederlagen immer einen Rückschritt bedeuten. Ich weiß, dass es um sehr viel geht. Aber ich freue mich gleichzeitig, weil ich glaube, dass mich das Frankfurter Publikum großartig unterstützen wird. Ich habe ja früher in meiner Amateurzeit in der 1. und 2. Liga für den CSC Frankfurt geboxt. Das war damals eine tolle Zeit. Die Zuschauer standen damals immer hinter mir.

Als Profi kassierten Sie auch drei Niederlagen: Im Jahr 2005 gegen Aleksy Kuziemski, 2009 gegen Yoan Pablo Hernandez und im Februar vergangenen Jahres gegen Steve Cunningham. Welche Rückschlüsse haben Sie aus diesen Kämpfen gezogen?
Enad Licina: Man sollte ehrlich sein. Kuziemski, Hernandez und Cunningham, das sind alles gute Boxer. Doch gerade der WM-Kampf im letzten Jahr in Mülheim gegen Steve Cunningham hat mir viel Auftrieb gegeben. Zwar habe ich am Ende nicht gewonnen, doch ich habe gemerkt, dass ich auch mit einem Weltmeister mithalten und ihn vielleicht auch schlagen kann. Ich muss nur noch härter dafür arbeiten. Es sind oft nur ganz kleine Unterschiede, die über den Sieg oder eine Niederlage entscheiden.

Sie sind derzeit die Nummer fünf der IBF-Weltrangliste. Glauben Sie, mit einem Sieg über Alexander Alekseev könnten Sie noch einmal Kurs auf einen WM-Kampf nehmen?
Enad Licina: Weltmeister zu werden, das ist das große Ziel von jedem Boxer. Und wenn ich einen starken Mann wie Alekseev schlage, darf ich mir sicher zu Recht Gedanken über eine WM-Chance machen. Aber jetzt geht es erst einmal um die Europameisterschaft. Dieser Kampf ist im Moment wichtiger als alles andere.

zurückIngo Barrabas, 26.01.2012

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