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Lomachenko nach Punkten
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Interview mit Yoan Pablo Hernandez

Vor dem Duell gegen Cunningham

Yoan Pablo Hernadez (Foto: SE)Yoan Pablo Hernadez (Foto: SE)

Am 4. Februar bestreitet Yoan Pablo Hernandez (25-1, 13 K.o.´s) seine erste Titelverteidigung als IBF-Weltmeister im Cruisergewicht. Gegner wird in der Fraport Arena in Frankfurt erneut Steve Cunningham (24-3, 12 K.o.´s) sein, den der Schützling von Trainer Ulli Wegner am 1. Oktober des vergangenen Jahres entthront hatte. In Neubrandenburg führten damals blutende Cutverletzungen am Ende der sechsten Runde zum vorzeitigen Ende des Kampfes. Da diese durch unabsichtliche Kopfstöße entstanden waren, mussten die Wertungszettel der Punktrichter über Sieg oder Niederlage entscheiden. Hernandez lag vorn und war Weltmeister. Wie er im Interview verrät, will er im Rematch beweisen, dass der Titelgewinn kein Zufall war.

Herr Hernandez, am 4. Februar steigen Sie zum zweiten Mal gegen Steve Cunningham in den Ring? Ärgern Sie sich eigentlich darüber, dass Sie noch einmal gegen ihn boxen müssen?
Yoan Pablo Hernandez: Nein, das Gegenteil ist der Fall. Ich freue mich darüber. Denn damit kann ich allen Leuten zeigen, dass ich der bessere Mann bin – auch denen, die es bisher vielleicht nicht glaubten.

Das Ende des ersten Kampfes war umstritten. Cunningham meinte, Sie hätten mit Ihrer Cutverletzung noch weiter boxen können? Wie haben Sie die Situation gesehen?
Yoan Pablo Hernandez: Letztlich habe ich ja nicht den Kampf beendet, sondern der Ringrichter nach Rücksprache mit dem Ringarzt. Vor allem ein Cut war besonders tief, da wäre das Risiko einer schwereren Verletzung am Kopf aus meiner Sicht zu groß gewesen. Zudem behinderte das Blut meine Sicht. Wer weiß, was da hätte passieren können…

Stört es Sie eigentlich, dass so viel darüber diskutiert wird? Schließlich hatten Sie Cunningham in der ersten Runde zu Boden geschickt…
Yoan Pablo Hernandez: Natürlich hat mich das gestört. Ich finde, ich habe an dem Abend eine gute Leistung gezeigt und verdient gewonnen. Das sollte man schon respektieren. Und ich denke, das hätte auch Steve Cunningham tun können.

Wie wird der zweite Kampf verlaufen?
Yoan Pablo Hernandez: Ich hoffe, es geht nicht so blutig wie im ersten Kampf zu - dafür aber sportlich fair. Von meiner Seite aus ist das jedenfalls so. Mein Ziel ist es, auch das Rematch zu gewinnen. Ich glaube, damit kann ich dann auch die letzten Zweifel ausräumen.

Hat sich Ihr Leben eigentlich durch den Titelgewinn verändert?
Yoan Pablo Hernandez: Eigentlich nicht. Ich würde sagen, ich bin noch der Yoan Pablo Hernandez, der ich auch vor dem Gewinn des WM-Gürtels war und der ich sein möchte. Aber es ist natürlich schon so, dass ich häufiger auf der Straße erkannt und angesprochen werde.

Wenn es am 4. Februar erneut mit einem WM-Sieg klappt, wie geht es dann weiter?
Yoan Pablo Hernandez: Dann mache ich erst einmal ein bisschen frei. Jeder Sportler braucht ja seine Pausen. Ich habe in den letzten Monaten hart trainiert und möchte einfach ein bisschen Zeit mit meiner Familie verbringen. Dann geht es irgendwann ins Training für den nächsten Kampf zurück. Aber das ist jetzt noch kein Thema. Denn ich denke erst einmal nur an den 4. Februar.

zurückIngo Barrabas, 24.01.2012

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