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Interview mit Arthur Abraham

Vor dem Duell gegen Farias

Arthur Abraham (Foto: I.B.)Arthur Abraham (Foto: I.B.)

Am 14. Januar kehrt Arthur Abraham (32-3, 26 K.o.´s) in den Ring zurück. In der Baden-Arena in Offenburg (ab 22.45 Uhr live in der ARD) steht dem 31-Jährigen der Argentinier Pablo Oscar Natalio Farias (19-1, 11 K.o.´s) gegenüber. Für den Schützling von Erfolgscoach Ulli Wegner soll der Fight zu Jahresbeginn ein Neuanfang werden. Wie Abraham im Interview verrät, hat er nur ein Ziel: Er will wieder Weltmeister werden!

Herr Abraham, es gibt Boxer, die steigen nicht so gerne im Januar in den Ring. Denn in der Weihnachtszeit und über den Jahreswechsel muss dann durchtrainiert werden. Wie war das bei Ihnen?
Arthur Abraham: Ich habe durchtrainiert. Egal ob samstags, sonntags, Weihnachten oder Neujahr, ich habe jede Trainingseinheit mitgenommen. An den Tagen, an denen Herr Wegner nicht mit mir trainieren konnte, hat sich dann Georg Bramowski, der Assistenz-Coach, um mich gekümmert. Ich habe nicht über das Training gemeckert. Das gehört eben für einen Sportler dazu. Es ist nicht so schlimm, Weihnachten mal auf die Süßigkeiten und auf den Festtagsbraten zu verzichten.

Freuen Sie sich eigentlich darauf, endlich wieder im Ring zu stehen?
Arthur Abraham: Ja, sehr. Deshalb hat es mir ja auch nichts ausgemacht, meine Vorbereitung komplett durchzuziehen. Ich habe zuletzt im Mai geboxt. Das ist wirklich eine sehr lange Pause gewesen.

Nach den Niederlagen im Super-Six-Turnier hagelte es viel Kritik. Wie sind Sie damit umgegangen?
Arthur Abraham: Naja, wenn man verliert, gibt es Kritik. Das ist in Ordnung. Damit muss man leben. Aber ich denke inzwischen nicht mehr daran. Ich habe damit abgeschlossen. Für mich zählt das, was kommt.

Unter anderem war zu hören, Sie seien zu satt und nicht mehr hungrig genug… Arthur Abraham: Ich glaube, wenn jemand oben gestanden hat und weiß, wie es ist, Erfolg zu haben, wird er immer hungrig sein. Dieses Gefühl, zu siegen und Weltmeister zu werden, das kann man für kein Geld der Welt kaufen. Man muss es erleben. Und ich will es wieder erleben.

Gab es dennoch weitere Erkenntnisse?
Arthur Abraham: Was geschehen ist, ist geschehen. Man muss das akzeptieren und es in der Zukunft besser machen. Ich würde eigentlich nicht sagen, dass ich ‚schlecht‘ geboxt oder viele Fehler gemacht habe. Ich war in den Kämpfen einfach nur zu passiv. Ich habe mich für den Kampf in Offenburg erneut gut vorbereitet - aber das war auch sonst so. Doch ich werde versuchen, aktiver zu sein - mehr zu schlagen.

Auf welchen Arthur Abraham dürfen sich die Zuschauer in der Baden-Arena in Offenburg und an den Fernsehbildschirmen am 14. Januar freuen?
Arthur Abraham: Auf den alten Arthur, der einst Weltmeister geworden ist und seinen Titel zehnmal verteidigt hat. Auf den Arthur Abraham, den man eigentlich kennt.

Neues Jahr, neues Glück? Welche Ziele haben Sie sich für 2012 gesetzt?
Arthur Abraham: Es gibt nur ein Ziel. Ich will wieder Weltmeister werden!

zurückIngo Barrabas, 04.01.2012

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