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Chisora provoziert Helenius

Auf Pressekonferenz in Helsinki

Robert Helenius (Foto: SE)Robert Helenius (Foto: SE)

Der Countdown läuft! Nur noch wenige Tage sind es bis zur „Nacht der Schwergewichte“ in der Hartwall Areena in Helsinki. Und die Nerven liegen längst bei den ersten Protagonisten blank. So zum Beispiel bei Dereck Chisora. Der 27-jährige Brite, der am Samstag (ab 22.35 Uhr live in der ARD) gegen den WBA- und WBO-Intercontinental Champion Robert Helenius den zurzeit vakanten EM-Gürtel erobern will, feuerte auf der Pressekonferenz am Mittwoch gleich so richtig los.

„Robert Helenius soll ja hier ein großer Held sein. Für mich hat Finnland keine Helden. Es ist nichts für mich. Wahre Helden kommen aus England“, tönte er. Mal so richtig in Fahrt gekommen, wollte er sein Mikrofon am liebsten gar nicht wieder hergeben. „Helenius hat bisher doch nur gegen heruntergekommene Ex-Champions gekämpft. Diese Leute waren längst über ihren Zenit. Ich werde Helenius so lange schlagen, bis er am Boden liegt.“ Alle würden vor ihm kneifen. Das wäre auch bei Wladimir Klitschko so gewesen.

Dem 27-jährigen Helenius, der ansonsten eher zu den sachlichen Vertretern seiner Branche gehört, trieb das dann doch ein wenig die Zornesröte ins Gesicht. Vor allem die abwertenden Äußerungen über sein Heimatland wollte der in Berlin lebende Schwergewichtler nicht auf sich sitzen lassen. „Ich werde die Antwort darauf im Ring geben und ihn auf die Bretter schicken“, versprach die Nummer eins der WBO-Schwergewichts-Weltrangliste. Chisora stänkerte weiter. „Helenius wird am Samstag merken, was Schmerzen sind. Seine angeklebten Haare sehen aus wie ein Pferdeschwanz.“ Der „Nordic Nightmare“ schmunzelte nur und fragte: „Was hat Chisora nur für ein Problem?“ Erfolgscoach Ulli Wegner brachte dann wieder ein wenig Ruhe in die Diskussion. Seine Aussage wirkte aber dennoch martialisch. „Robert hat Fäuste aus Stahl, die werden am Samstag ausreichen.“

Nicht ganz so spektakulär ging es zuvor auf der Pressekonferenz zur WBA-Weltmeisterschaft im Schwergewicht zwischen Alexander Povetkin und dem Amerikaner Cedric Boswell zu. Der Herausforderer aus den USA hatte im Vorfeld des WM-Fights auch schon tief in der Sprüchekiste ("Der amerikanische Traum wird den russischen Heuchler schlagen. Der kalte Krieg beginnt am 3. Dezember in Helsinki") gekramt, doch diesmal wahrte er die Etikette. Seine Ansage: „Ich will den WBA-Titel zurück in die USA holen, damit das Schwergewicht in den Vereinigten Staaten wieder an Bedeutung gewinnt.“

zurückIngo Barrabas, 30.11.2011

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