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Umfrage

Ergebnisstand der aktuellen Umfrage:


Lomachenko vorzeitig
[ 2 Stimmen (33.33%)]

Lomachenko nach Punkten
[ 3 Stimmen (50.00%)]

Das Duell endet Unentschieden
[ 0 Stimmen (0.00%)]

Rigondeaux vorzeitig
[ 0 Stimmen (0.00%)]

Rigondeaux nach Punkten
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Interview mit Grzegorz Proksa

Vor dem Duell am 07. Mai gegen Sylvester

Grzegorz Proksa (Foto: SE)Grzegorz Proksa (Foto: SE)

Am 1. Oktober schlägt für Grzegorz Proksa die Stunde der Wahrheit. Dann trifft der selbstbewusste Pole (ab 23.15 Uhr live in der ARD) im Jahnsportforum Neubrandenburg auf Sebastian Sylvester (34-4-1, 16 K.o.´s). Es geht um den zurzeit vakanten EM-Titel im Mittelgewicht. Als Privatmensch wirkt der dreifache Familienvater Proksa, der seit acht Jahren verheiratet ist, bodenständig und bescheiden. Doch wenn es ums Boxen und in den Ring geht, kennt er kein Pardon. Alle 25 Profikämpfe, die er bislang bestritt, gewann er. 18-mal war er dabei vorzeitig erfolgreich. Wie der 26-Jährige im Gespräch verrät, glaubt er am 1. Oktober gegen den „Hurrikan“ aus Greifswald fest an einen Sieg.

Herr Proksa, am 1. Oktober geht es um den EM-Titel. Ist das die bisher größte Herausforderung in Ihrer Profilaufbahn?
Ja, ich denke, das ist die größte Chance meiner Laufbahn - so ähnlich wie 2006 gegen Steve Conway, den ich im neunten Profikampf besiegte.

Sie waren bereits WBC- und IBF-Junioren-Weltmeister. Außerdem gewannen Sie den EU-Titel. Doch eine Europameisterschaft ist sicher noch einmal eine andere Kategorie. Haben Sie genug Erfahrung für einen so großen Kampf?
Ich boxe seit 1999. Ich habe eine gute Amateurkarriere hinter mir - und keine schlechte Bilanz als Profi. Schon am ersten Tag meiner Karriere habe ich von so wichtigen Kämpfen geträumt. Ich bin froh, dass es jetzt so weit ist. Denn nur Kämpfe mit dieser Art von Gegnern können zeigen, wer man wirklich ist.

Ihr Kontrahent, Sebastian Sylvester, ist ein früherer Welt- und Europameister. Wie schätzen Sie ihn ein?
Er ist einfach ein früherer Welt- und Europameister. Er ist groß, stark und erfahren.

Welche Stärken und welche Schwächen haben Sie bei Sylvester ausgemacht?
Seine gute Führhand und die geraden Hände sind seine stärksten Werkzeuge. Aber in der Nah- und Halbdistanz sehe ich Schwächen.

Dafür kann Sebastian Sylvester auf seine Fans bauen…
Ja, aber das war in meiner Karriere immer so. Ich bestritt ja keinen einzigen Kampf in Polen. Das ist schwer, aber wenn man am Ende der Sieger ist, hat man eben gewonnen. Wie auch immer, ich denke, es werden auch viele meiner Fans vor Ort sein.

Können Sie etwas zu Ihrer Vorbereitung sagen?
Ich begann im Juli in Kołobrzeg mit der Vorbereitung. Dann ging ich in ein Trainingscamp in die Berge, nach Węgierska Górka, später nach Zakopane. Nachdem ich das Ausdauertraining beendet hatte, trainierte ich im Gym in Warschau. Dort habe ich auch die meisten Sparrings absolviert. Zwischendurch haben wir einen Abstecher nach Magdeburg gemacht, um ein paar Sparringseinheiten zu bestreiten. Jetzt geht es weiter nach Stettin. Dort stehen nur noch leichte Trainings an. Dann geht es nach Neubrandenburg.

Sie wirken wirklich sehr konzentriert und selbstsicher. Warum rechnen Sie sich so große Siegchancen aus?
Ich glaube einfach, dass die Zeit für Europa reif ist - zu zeigen, wer ist dieser Proksa. Ich denke, ich bin bereit dafür. Ich bin heiß auf den EM-Titel. Vorher hatte ich, um ehrlich zu sein, noch nie so eine Gier und so ein Feeling wie jetzt.

Falls Sie gewinnen, wie geht es dann weiter?
Es wäre schön, mit so einem Sieg in der Tasche gegen den nächsten Deutschen zu boxen. Felix Sturm wäre als Gegner gut, sein Stil würde mir liegen. Aber ich weiß, dass die großen Namen zögern, gegen mich zu boxen. Deshalb müssen wir erst einmal abwarten.

zurückIngo Barrabas, 23.09.2011

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