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Umfrage

Ergebnisstand der aktuellen Umfrage:


Joshua vorzeitig
[ 7 Stimmen (38.89%)]

Joshua nach Punkten
[ 7 Stimmen (38.89%)]

Das Duell endet Unentschieden
[ 1 Stimme (5.56%)]

Fury vorzeitig
[ 2 Stimmen (11.11%)]

Fury nach Punkten
[ 1 Stimme (5.56%)]


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Interview mit Alexander Povetkin

Vor dem Duell gegen Chagaev

Alexander Povetkin (Foto: SE)Alexander Povetkin (Foto: SE)

Am 27. August stehen sich in der Messehalle in Erfurt Alexander Povetkin (21-0, 15 K.o.´s) und Ruslan Chagaev (27-1-1, 17 K.o.´s) gegenüber. Nachdem Wladimir Klitschko zum WBA-Super-Champion ernannt wurde, geht es um den vakanten Titel der World Boxing Association. Chagaev war bereits Weltmeister bei den Amateuren und bei den Profis, er geht als Nummer eins der WBA-Weltrangliste in den WM-Fight. Povetkin war zwischen 2001 und 2004 der weltweit erfolgreichste Amateurboxer seiner Gewichtsklasse. Im Jahr 2003 wurde er Weltmeister bei den Amateuren, im Jahr 2004 holte er sich in Athen den Olympiasieg. Jetzt will er bei den Profis die nächsten Lorbeeren ernten, sich den WBA-Gürtel sichern. Vor dem Kampf stellte er sich zum Gespräch.

Alexander Povetkin, am 27. August haben Sie die große Chance in Erfurt Schwergewichts-Weltmeister zu werden. Wie fühlen Sie sich so kurz vor dem Fight um den WBA-Titel?
Sehr gut. Ich freue mich auf den Kampf und das Publikum in Erfurt.

Kommt das, weil Sie so gute Erinnerungen an die Messehalle haben?
Ja, ich habe vor vier Jahren in Erfurt gegen Chris Byrd gewonnen. Das war ein toller Kampf. Das Publikum hat mich nach vorn getragen, mich unheimlich unterstützt. Das werde ich nie vergessen.

Ihr Gegner um den WM-Titel heißt Ruslan Chagaev. Was halten Sie von ihm?
Er ist ein großartiger Boxer und sehr erfahren. Er hat fast alle Kämpfe gewonnen, war Weltmeister - und ist ein guter Sportsmann. Das schätze ich. Ich respektiere Ruslan Chagaev.

Das sind in der heutigen Boxwelt ungewöhnlich positive Worte über einen Gegner, finden Sie nicht?
Nein, ganz im Gegenteil. Ich finde, das sollte so sein. Man sollte nicht vergessen, dass Chagaev damals Nikolai Valuev besiegt hat. Und der schien in der Zeit aufgrund seiner Größe quasi übermächtig. Das zeigt, dass Chagaev Mut hat und aus welchem Holz er geschnitzt ist.

Bei einer Vorab-Pressekonferenz in Erfurt gab es Beifall von Journalisten, als Ihr Co-Manager Vlad Hrunov den gegenseitigen Respekt, den Sie und Ihr Gegner füreinander aufbringen, lobte. Was sagen Sie dazu?
Ich finde das normal, schließlich sind wir Boxer ja auch Vorbilder für junge Menschen. Der Sport sollte immer an erster Stelle stehen - nicht das Geschäft.

Am 27. August, wenn Sie und Ruslan Chagaev im Ring aufeinandertreffen, ist dann aber genug der netten Worte, oder?
Natürlich, das ist etwas anderes. Im Ring geht es nur um den Sieg.

Beide wollen um jeden Preis gewinnen. Wie sehen Sie Ihre Chancen?
Es wird ein harter Kampf zweier ebenbürtiger Gegner. Ich hoffe, dass ich gewinnen werde. Dafür habe ich hart trainiert. Es wird auf jeden Fall ein spannender Fight, der über die Runden gehen könnte, aber auch ganz schnell vorzeitig entschieden sein kann. Wir haben beide einen K.o. in den Fäusten!

Wie lief die Vorbereitung? Sie wirken körperlich sehr fit und austrainiert…
Ich habe zunächst viel Konditions- und Krafttraining gemacht. Mitte Juni war ich in Red Bank im US-Bundesstaat New Jersey und habe begonnen, mich auf diesen Kampf einzustellen. Danach war ich in meiner Heimat Chekhov, um die Sparringsphase zu absolvieren. Am Montag reise ich nach Erfurt. Bislang lief alles nach Plan.

Das war ja leider nicht immer so. Sie hatten zweimal die Chance, gegen Wladimir Klitschko anzutreten. Beide Male kam der Kampf nicht zustande. Was war los?
Vor dem ersten geplanten Kampf bin ich in der Vorbereitung über eine Baumwurzel gestürzt und musste verletzungsbedingt absagen. Beim zweiten Mal konnte keine Einigung beim Kampfvertrag erzielt werden. Hinzu kam der Tod meines Vaters. Das war ein Tief, aus dem ich erst einmal wieder raus musste.

Trauern Sie den Chancen hinterher?
Nein, vielleicht sollte es so sein. Ich habe das hinter mir gelassen, blicke nur nach vorn. Jetzt zählt nur der Kampf gegen Chagaev.

Und anschließend gegen Klitschko? Sie wären bei einem Sieg Weltmeister, Wladimir Klitschko ist WBA-Super-Champion. Und der muss irgendwann ja gegen den regulären Weltmeister kämpfen...
Ich hoffe das sehr. Gegen Wladimir Klitschko um den Titel zu kämpfen, war immer mein Traum. Doch vorher muss ich erst einmal Ruslan Chagaev schlagen.

zurückIngo Barrabas, 20.08.2011

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