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Umfrage

Ergebnisstand der aktuellen Umfrage:


Lomachenko vorzeitig
[ 2 Stimmen (33.33%)]

Lomachenko nach Punkten
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Das Duell endet Unentschieden
[ 0 Stimmen (0.00%)]

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Über Manuel Faißt

Das Portrait

Manuel Faißt (Foto: Faißt)Manuel Faißt (Foto: Faißt)

Eintagsfliegen leben nur wenige Stunden, höchstens einige Tage. Daher ihr Name. In abgewandelter Form findet man den Begriff Eintagsfliege auch im Zusammenhang mit dem Sport- und Showbiz. Ein Auftritt – und wieder weg vom Fenster. Auch im Boxen gibt es die Eintagsfliegen. Ihr Rekord reduziert sich auf einen Kampf. Obwohl siegreich, klettern nicht wenige erfolgreiche Debütanten nie wieder zu einem weiteren Fight durch die Ringseile. Die Gründe dafür sind vielschichtig und oft genug offenbart eine genauere Betrachtung Interessantes. Wie bei Manuel Faißt aus Kaiserslautern.

Ohne größere Amateurlaufbahn begann der Halb-Mittelgewichtler im Juni 2010 seine Profikarriere. Seinen Kontrahenten Vladimir Fecko punktete der der Sohn von Trainer und Cutman Enno Werle über vier Runden klar aus.  Einige Wochen nach dem Kampf brach sich Faißt im Training die Schlaghand. Diese Verletzung war ihn zurück, dazu platzten einige geplante Auftritte.

In der Jugend galt Faißt als hoffnungsvolles Talent. Er verlor keinen seiner etwa ein Dutzend Kämpfe. Den Titel „Südwest Deutscher Meister“ sah man im Umfeld von Faist nur als Durchgangsstation. Bei den Deutschen Meisterschaften folgte aber die große Ernüchterung. Direkt seinen ersten Auftritt verlor er am Ende knapp mit einem Wertungspunkt. Die erste Runde verschlief Faißt regelrecht, den zweiten Durchgang konnte er immerhin ausgeglichen gestalten und im dritten Durchgang drehte er fast noch den Kampf. Wie sich später herausstellte, hatte man ihn ohne Aufwärmprogramm in den Ring geschickt. „Der Junge war ja noch völlig kalt. Statt Manuel mit Pratzen auf den Einsatz vorzubereiten haben sich die Verantwortlichen lieber um den Ring aufgehalten. Mir als Profi-Trainer waren bei den Kampftagen der Amateure die Hände gebunden. Trainieren konnte Manuel natürlich bei mir, bei Einsätzen hatten aber die Kollegen die Verantwortung. Das war ja damals alles noch strengstens getrennt.“ sagt Werle rückblickend. Werle arbeitete Mitte der 80er Jahre mit den afrikanischen Boxern von Wilfried Sauerland  und trainierte Ende der 90er Jahre mehrere Deutsche und Internationale Deutsche Meister. Sein Name ist übrigens besonders mit dem Karriere-Highlight von Markus Bott verbunden. Als der Cruisergewichtler im Jahr 1993 gegen Tyrone Booze den Kampf seines Lebens machte und WBO Weltmeister wurde, stand Werle in seiner Ecke. Und viel wichtiger, er hatte den Pforzheimer vorbereitet. Aber zurück zu Manuel Faißt. Der hatte nach dem Debakel bei der DM jedenfalls genug und hängte die Handschuhe an den Nagel.

Durch seinen Vater blieb er aber mit dem Boxen verbunden. Nach seinem Fachabitur und der Ausbildung zum kaufmännischen Assistenten fand Faißt als Twen dann wieder den Weg in die Trainingshalle. Er arbeitete erneut mit, zunächst an den Geräten. Später kamen die Sparrings-Einheiten dazu. Und bei Arbeit in anderen Teams Lerneffekte durch harte Arbeit mit gestandenen Profiboxern. Wie im Frühjahr 2010, als Faißt mit SES-Coach Dzemski und seinem Team trainierte. Zum Jahreswechsel 2010/2011 schuftete Faißt zusammen mit Mehdi Bouadla, der sich damals auf seine bevorstehende und später geplatzte WM Chance gegen Sebastian Sylvester vorbereitete. Bei Trainingskämpfen mit dem Franzosen gewann der 26-Jährige nicht nur Erfahrung, er kassierte auch mal die eine oder andere Klatsche. Wäre auch bedenklich, wenn es andersherum gewesen wäre... „Aber Manuel hat sich durchgebissen und die gewonnene Härte wird ihm bei seinen weiteren Kämpfen helfen“ ist sich Werle sicher. Ganz schön viel Einsatz für eine Eintagsfliege. Aber es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis Manuel Faißt diesen Status abgelegt hat.

zurückIngo Barrabas, 13.04.2011

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