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Interview mit Artur Hein

Vor dem Duell am 02. April gegen Averlant

Artur Hein (Foto: Frank Bleydorn)Artur Hein (Foto: Frank Bleydorn)

Am 2. April regiert im Gerry Weber Stadion der Faustkampf! Dabei geht es gleich dreimal um Titelehren. Denn neben der WBO-Cruisergewichts-WM mit Marco Huck (gegen Ran Nakash) und der WBA- und WBO-Intercontinental Meisterschaft im Schwergewicht zwischen Robert Helenius und Samuel Peter wird es noch einen dritten Fight um einen internationalen Gürtel geben. Im Halbschwergewicht treffen dabei Artur Hein (Schwäbisch Gmünd, 14-1, 8 K.o.´s) und der Franzose Tony Averlant (15-5-1, 3 K.o.´s) aufeinander. In dem auf zwölf Runden angesetzten Fight geht es um die zurzeit vakante EU-Meisterschaft. Kurz vor dem Kampf stellte sich der von Karsten Röwer trainierte Hein zum Interview.

Herr Hein, die Vorbereitung auf Ihren Kampf in Halle/Westfalen ist eigentlich längst abgeschlossen. Bis Samstag steht jetzt eher aktive Erholung auf dem Trainingsplan. Wie gut sind Sie vorbereitet?
Gut, wie immer! Speziell für diesen Kampf habe ich allerdings sehr lange trainiert, denn ursprünglich sollte ich schon früher, zu Beginn des Jahres, antreten. Doch obwohl ich so lange im Training war, fühle ich mich frisch und gut.

Eigentlich hatten Sie sich auf den Italiener Francesco Versaci als Gegner eingestellt. Doch der sagte Anfang März ab. Jetzt wird Ihnen der 27-jährige Tony Averlant als Kontrahent um den vakanten EU-Titel gegenüberstehen. Hat das Ihre Vorbereitung beeinflusst?
Nein, eigentlich nicht. Es war keine spezielle Vorbereitung. Dafür war das Training aber sehr intensiv. Schließlich ist es mein erster Kampf über zwölf Runden.

Was ist denn Averlant eigentlich für ein Boxer?
Wie muss man sich seinen Stil vorstellen?
Ich beschäftige mich vor den Kämpfen nicht großartig mit meinen Gegnern. Früher war das anders. Heute vertraue ich da voll und ganz auf den Trainer.

Die EU-Meisterschaft gilt als gutes Sprungbrett. Wie wichtig ist dieser Titel für Sie?
Der wäre sehr wichtig! Ein Titelkampf ist ja immer eine besondere Sache. Da geht es um alles oder nichts. Natürlich soll der Gewinn des EU-Gürtels nur ein Etappenziel sein, da es darum geht, später noch größere Titel zu gewinnen. Doch auf dem Weg zu einer EM oder WM sichert man sich wichtige Ranglistenpunkte.

Vor nicht einmal einem Jahr, im Juni 2010, zogen Sie sich im Kampf gegen den Amerikaner Demetrius Davis einen Kreuzbandriss zu. Hand aufs Herz, haben Sie damals Angst gehabt, dass die Karriere vielleicht vorbei sein könnte?
Ich habe mir schon meine Gedanken gemacht. Das ist doch klar. Als ich dann später die ersten Trainingseinheiten hinter mir hatte, habe ich zum Glück gewusst, es geht weiter. In den Momenten der Verletzung wird klar, wie schnell alles vorbei sein kann - und das, obwohl man selbst gar nichts dafür kann. Doch inzwischen ist alles wieder in Ordnung und vielleicht erkämpfe ich ja am 2. April meinen ersten internationalen Titel.

zurückIngo Barrabas, 31.03.2011

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