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Joshua nach Punkten
[ 7 Stimmen (38.89%)]

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Fury nach Punkten
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Solis Trainer Diaz im Kurz-Portrait

Pressemitteilung von Arena

Pedro Luis Diaz Benitez mit Odlanier Solis (Foto: David Martin Warr DKP)Pedro Luis Diaz Benitez mit Odlanier Solis (Foto: David Martin Warr DKP)

Wenn Kuba-Bomber Odlanier Solis am Samstag (19.3., live bei RTL) in der Kölner Lanxess-Arena in den Ring steigt, wird ein Mann an seiner Seite sein, den „La Sombra“ schon seit 17 Jahren kennt. Pedro Luis Diaz Benitez lernte den damals 13-jährigen Odlanier Solis Fonte als aussichtsreiches Talent in den kubanischen Jugendkadern kennen. „Man konnte schon damals sehen, dass er besondere Anlagen hat“, so Diaz. „Solis vereint zwei Eigenschaften, die in diesem Sport und im Leben unerlässlich sind: Er hat das Können und die richtige Einstellung, es im entscheidenden Moment abzurufen.“ Seit 1989 war Diaz – der wegen seiner akademischen Ausbildung auch „Professor“ genannt wird – auf Kuba für die Kampfplanungen der Nationalmannschaft mitverantwortlich, koordinierte die Einsätze des Teams bei großen internationalen Turnieren.

Der Kontakt zu Solis wurde enger, bevor dieser 1998 bei den Panamerikanischen Spielen der Junioren antrat. Solis holte den Titel und startete damit eine der erfolgreichsten Amateur-Karrieren in der Box-Geschichte. Im selben Jahr wurde der Schwergewichtler Junioren-Weltmeister, 1999 folgten bei den Zentralamerikanischen und Panamerikanischen Meisterschaften die ersten internationalen Titel im Herren-Bereich sowie der erste Gewinn der kubanischen Meisterschaft – schon damals mit einem Sieg über den legendären Felix Savon. 2001, 2003 und 2005 wurde Solis Amateur-Weltmeister, 2002 gewann er den World Cup, 2004 in Athen die olympische Goldmedaille sowie „zwischendurch“ sechs Mal in Folge die kubanische Meisterschaft.

Pedro Diaz gehörte bei allen Erfolgen zum engsten Betreuer-Team, plante die Kampfvorbereitungen und stellte seinen Meisterschüler technisch und taktisch auf die anstehenden Aufgaben ein. „Solis ist ein absoluter Wettkampf-Typ“, schwärmt Diaz. „Er weiß, was er zu tun hat, trifft im richtigen Moment die richtiger Entscheidung. Das ist es, was die guten Kämpfer von den besten unterscheidet. Die Besten lassen sich nicht von ihrem Ziel abbringen, setzen genau das um, was nötig ist, um zu gewinnen.“ Diaz hat in seiner langen Laufbahn viele der Besten aus unmittelbarer Nähe beobachten können. Neben Solis betreute er Savon, Hector Vinent, Joel Casamayor, Mario Kindellan und viele weitere Champions. Über 20 olympische Goldmedaillen sammelte Kuba, während Diaz zum Trainerstab gehörte. Nachdem sich mit Odlanier Solis, Yuriorkis Gamboa und Yan Barthelemy im Dezember 2006 zum ersten Mal in der Geschichte drei Olympiasieger vom kubanischen Team abgesetzt hatten, um ihr Glück im Profi-Bereich zu suchen, hatte auch Diaz genug vom kubanischen Sozialismus.

2007 setzte er sich in die Dominikanische Republik ab und wurde dort zunächst Nationaltrainer der Amateure. „Bei meinem Amtsantritt habe ich gesagt: Wenn ihr auf mich hört, und alle zusammen als Team das macht, was ich sage, werden wir eine Medaille bei Olympia gewinnen“, erinnert sich der Trainer. „Ich habe in ungläubige Gesichter geblickt, weil die Dominikanische Republik nie sehr erfolgreich gewesen war. Aber wie immer in meinem Leben habe ich mein Wort gehalten.“ 2008 in Peking gewann der Dominicano Felix Diaz (mit seinem kubanischen Trainer nicht verwandt oder verschwägert) Gold im Halbweltergewicht. Die kubanische Nationalmannschaft ging ohne ihre Stars und ohne den Startrainer Pedro Diaz komplett leer aus.

Nach Olympia suchte Diaz eine neue Herausforderung und wechselte ins Profi-Lager. Er fand seine neue Heimat in Montreal (Kanada) und übernahm die Betreuung von Halbschwergewichtler Jean Pascal, nachdem dieser gegen den Briten Carl Froch seine erste Niederlage hatte hinnehmen müssen. Diaz baute Pascal auf und landete seinen nächsten großen Coup: Pascal besiegt im Juni 2009 den ungeschlagen Adrian Diaconu und wurde WBC-Weltmeister. „Wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig“, sagt Diaz. „Ich habe eine Maxime in meinem Leben: Wenn ich etwas verspreche, dann halte ich es auch – und dann arbeite ich so hart dafür, dass ich es umsetzen kann. Ich habe Solis und auch seinem Promoter Ahmet Öner versprochen, dass wir den Weltmeister-Gürtel holen. Und ich werde auch dieses Versprechen halten. Klitschko ist ein großer Champion, und auch er hat mit Fritz Sdunek einen exzellenten Trainer in seiner Ecke. Es wird ein hartes Stück Arbeit für uns. Aber ich bin ein absoluter Erfolgsmensch, ich kann Niederlagen nicht ertragen.

Zum Glück musste ich das auch sehr selten in meiner Karriere. Und ich werde auch am 19. März in der Siegerecke stehen.“ Mittlerweile betreut Diaz neben Pascal und Solis auch den ungeschlagenen Mittelgewichtler David Lemieux sowie Felix Diaz, der seinem ehemaligen Amateur-Coach ins Profilager gefolgt ist. Der Trainer weiß ganz genau, dass auch in der Individualsportart Boxen immer das Team im Mittelpunkt stehen muss. „Jeder Mensch ist nur so gut wie die Menschen um ihn herum“, sagt Diaz und lebt und arbeitet konsequent nach dieser Maxime. Auch in der Kampfvorbereitung von Solis hat er penibel darauf geachtet, dass er für jeden Aufgabenbereich den bestmöglichen Assistenten an der Seite hat: Die Co-Trainer Marc Ramsay und Efren Guerra, Osvaldo Nordelo (medizinische Betreung) sowie Jose Perez (Team-Koordination). Am Donnerstag komplettiert Cutman Russ Anber das Team. „Ein guter Trainer muss zwar alles im Blick haben und die Vorbereitung koordinieren, aber er muss auch delegieren können“, weiß Diaz. „In der Vorbereitung auf einen WM-Kampf gibt es so viel zu tun, dass man unmöglich alles alleine machen kann.“

Ein Mann der großen Töne ist Diaz übrigens nicht. Zwar kann der „Professor“ stundenlang übers Boxen reden und sinnieren, vollmundige Ankündigungen zum Kampfausgang waren ihm aber auch auf der gestrigen Pressekonferenz nicht zu entlocken. „Wir wollen nicht vor dem Kampf eine große Show machen und die Klappe aufreißen“, sagt Diaz. „Nach dem Kampf können wir über alles sprechen. Natürlich sind wir zuversichtlich und wissen, dass wir gewinnen werden. Aber das müssen wir ja nicht im Vorfeld jedem auf die Nase binden. Wer Fragen zur Vorbereitung und zur Taktik hat, wird nach dem Kampf alle Antworten bekommen.“ Auch auf die immer wieder gestellte Frage nach Solis Gewicht und Fitness lautet die Antwort der Trainers mit einem Lächeln: „Am Freitag beim Wiegen wissen wir, wie sein Gewicht ist – am Samstag im Ring werden wir sehen, wie fit er ist. Warum sollte man vorher darüber sprechen? Man wird schon sehen, was passiert.“

zurückIngo Barrabas, 15.03.2011

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