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Interview mit Yoan Pablo Hernandez

Vor dem Duell am 12. Februar gegen Herelius

Yoan Pablo Hernandez (Foto: Marianne Müller)Yoan Pablo Hernandez (Foto: Marianne Müller)

Am 12. Februar steht für Yoan Pablo Hernandez (23-1, 12 K.o.´s) der bisher wichtigste Kampf seiner Profilaufbahn auf dem Programm. Gegen Steve Herelius (21-1-1, 12 K.o.´s) greift der in Kuba geborene Rechtsausleger nach dem WBA-Titel im Cruisergewicht. Der Titelverteidiger aus Frankreich ist in Deutschland kein Unbekannter, schließlich eroberte er im Juli letzten Jahres in Stuttgart gegen Ex-Weltmeister Firat Arslan den Interims-Titel. Wie sich der 26-jährige Hernandez auf seinen WM-Fight in Mülheim an der Ruhr vorbereitet hat, verrät er im Gespräch.

Herr Hernandez, am 12. Februar greifen Sie in Mülheim nach dem WM-Gürtel. Wie haben Sie eigentlich davon erfahren?
Ich bestritt ja am 18. Dezember in Berlin einen WM-Ausscheidungskampf. Da gewann ich gegen Ali Ismailov durch K.o. in der ersten Runde. Deshalb war klar, dass ich als Pflichtherausforderer um die Weltmeisterschaft boxen kann. Doch ich habe natürlich nicht damit gerechnet, dass es so schnell klappt. Gleich zu Beginn des Jahres schickte mir mein Trainer dann eine SMS. Darin stand: ‚Pawlowsky’, so mein Spitzname, ‚wir treffen uns am 3. Januar pünktlich um 10.30 Uhr im Gym zum Training. Du bekommst einen WM-Kampf.’

Und wie war Ihre Reaktion?
Ich war natürlich glücklich. Weltmeister, das ist ein großes Wort. Damit kann man etwas anfangen. Und ich bin bereit dafür, dieses Wort auch mit sportlicher Leistung zu füllen, diesen Weg zu gehen.

Ihr Gegner ist Steve Herelius. Wie schätzen Sie ihn ein?
Er ist ein starker Boxer, das hat er im letzten Jahr zum Beispiel gegen Firat Arslan gezeigt. Er schlägt viel, ist sehr aktiv. Doch seine Deckung hat auch eine Menge Lücken. Das könnte meine Chance sein.

Wo haben Sie sich auf den Kampf vorbereitet?
Wir haben durchweg in Berlin trainiert. Im Max-Schmeling-Gym am Olympiastadion haben wir alles, was wir brauchen.

Im Sauerland-Team, für das Sie boxen, gibt es ja mit Marco Huck (WBO) und Steve Cunningham (IBF) bereits zwei Weltmeister im Cruisergewicht. Sehen Sie sich aus sportlicher Sicht mit beiden Kämpfern auf einer Ebene?
Wir sind ganz unterschiedliche Kämpfer. Deshalb ist es schwer, uns miteinander zu vergleichen. Steve Cunningham ist sehr aktiv und verfügt darüber hinaus über eine gute amerikanische Boxschule. Seine Schlagtechnik ist wirklich gut. Marco Huck ist da ganz anders. Er lebt von seiner Kraft und hat einen ganz schönen Bums in den Fäusten. Es ist natürlich schwer, sich selbst zu beurteilen. Doch ich würde sagen, ich bin der Mann mit der besten Technik. Ich muss aber sehen, dass ich mir die Kräfte vernünftig einteile und meine Schnelligkeit nutze.

Sie sind im Jahr 2005 nach Deutschland gekommen - aus dem sonnigen Kuba zunächst nach Halle an der Saale, dann weiter nach Berlin. Das war ein elementarer Schritt in ihrem Leben. Welche Erfahrungen haben Sie mit Deutschland gemacht? Was fehlt Ihnen, was gefällt Ihnen?
Natürlich war es zunächst nicht so leicht für mich in Deutschland. Ich hatte sehr hohe Erwartungen. Im Nachhinein fehlt mir natürlich am meisten die Familie. Meine Mutter und mein Vater leben noch in Kuba, ich habe Sie seit meiner Flucht nicht mehr gesehen. Ich habe dazu vier Brüder und drei Schwestern in Kuba. Mein fünfter Bruder, Yoel Romero, lebt inzwischen in Deutschland. Außerdem fehlt mir natürlich die Sonne von früher. In Kuba zogen wir durch die Straßen, um mit Freunden zu sprechen - das gab mir schon ein gewisses Glücksgefühl. Das gibt es in dieser Art in Deutschland einfach nicht. Aber dafür habe ich hier andere schöne Momente erlebt. Meine Freundin Sally brachte unseren Sohn Yoan Jr. auf die Welt. Und ich mag auch diese Ruhe und Stille, die es in Deutschland gibt. Die wirkt total entspannend auf mich. Darüber hinaus mag ich Berlin, besonders im Sommer, wenn die Sonne rauskommt.

zurückIngo Barrabas, 02.02.2011

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