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Über Wolfgang Ley

Das Portrait

Wolfgang Ley (Foto: Marianne Müller)Wolfgang Ley (Foto: Marianne Müller)

Ringsprecher Michael Buffer ist durch seinen unverwechselbaren Spruch „Let's get ready to rumble“ zu einer Marke geworden. Ähnlich verhält es sich bei Jimmy Lennon Jr., der mit seiner Ansage „It's Showtime“  unverwechselbar ist. Beide zelebrieren ihren Auftritt, der in den meisten Fällen von dem Jubel der Zuschauer begleitet wird. Der Slogan von dem deutschen Ringsprecher Wolfgang Ley dagegen ist nüchtern. Mit einem schlichten „Guten Abend“ beginnt der Düsseldorfer stets seine Moderation im Boxring. Auch wenn er sich in seiner Ansage von den oben genannten Ring-Announcern unterscheidet, gibt es bei genauerer Betrachtung doch eine Gemeinsamkeit. Der 63-Jährige ist auch eine Marke.

Mit trockenen und vorwitzigen Sprüchen ist Ley nicht nur eine Bereicherung für jede gesellige Runde. Die Frage eines Bekannten, ob er in Köln wohne, konterte Ley in gewohnter Manier: „Ja, da ganz in der Nähe. In Düsseldorf“. Auch in seiner Funktion als Ringsprecher sorgt er schon mal für das ein oder andere Gelächter. Als Sebastian Sylvester vor einigen Jahren im Dezember einen Kampf siegreich gestaltet konnte, sagte Ley bei der Urteilsverkündung, „jetzt feiert man Sylvester vor Weihnachten.“ Als er für das BDB Magazin interviewt wurde, antwortete er auf die Frage nach den drei prominentesten Boxern, die er vorgestellt hat: „Muhammed Ali, Henry Maske und Ronny Slomke“. Unverwechselbar Ley!

Das Arbeitsmotto von dem früheren Eurosport Kommentator und Leiter der Eurosport-Redaktion in Deutschland ist dagegen alles andere als locker. Akribisch bereitet sich Ley auf seine Aufgaben vor. Wer nach den größten Patzern in seiner Moderatoren-Laufbahn fragt, bekommt statt einer Antwort eine Erklärung „Die gab es nicht. Vorbereitung ist alles. Wenn du 100%ig vorbereitet ist, merkt niemand, wenn ein Fehler passiert. Du bleibst bei unerwarteten Ereignissen immer sicher und hast die Situation unter Kontrolle. Am Ende stehen 90% als Ergebnis auf der Tafel, alle Zuschauer sind zufrieden. Wer dagegen mit wenig Vorbereitung eine Aufgabe beginnt, wird früher oder später deutlich einbrechen – für jeden spürbar“ so der Journalist. Wer selber an seine größten beruflichen Aussetzer zurückdenkt, wird sicher leicht nachvollziehen können, was Ley meint. Und sich bei kommenden Aufgaben möglicherweise an seiner Vorgehensweise orientieren....

Die Vita von Wolfgang Ley ist umfangreich. Dem Volontariat beim Axel Springer Verlag in Hamburg folgten Stationen bei der Bild Zeitung in München und Essen.Eine zehnjährige Tätigkeit zum Teil in leitender Funktion beim Düsseldorfer Express wurde 1984 kurz unterbrochen. Beim damaligen Fußball Bundesligisten Fortuna Düsseldorf agierte Ley als Manager. Später arbeitete der Rheinländer bei Eurosport und dem DSF. In den wilden Jahren des BDB Mitte der 90er Jahre war Ley als Geschäftsführer tätig. Zum Boxen kam Ley  über Wilfried Sauerland, der Anfang der 80er Jahre in Deutschland veranstaltete. Zunächst arbeitete der Hall of Fame Promoter mit afrikanischen Boxern, später etablierten sich deutsche Zugpferde wie Rene' Weller, Thomas Claaßen oder die Rocchigiani Brüder.

Auch heute arbeitet Ley noch für den Sauerland Stall, er moderierte alle WM Kämpfe von Henry Maske, Sven Ottke und Markus Beyer, dazu viele Kämpfe mit Axel Schulz in der Hauptrolle. „Die Schlacht von Arthur Abraham gegen Edison Miranda in Wetzlar ist natürlich ein Highlight, ebenso der erste Maske Rocchigiani Fight.“  Auch an einen anderen Kampf von Rocky hat Ley besondere Erinnerungen: „Die erste EM Titelverteidigung von Graciano gegen Alex Blanchard 1991 in Düsseldorf war Wahnsinn. Rocchigiani hatte ein Auge komplett geschlossen, dennoch konnte er den Kampf in der 9. Runde drehen.“ erinnert sich Ley. Die genaue Anzahl seiner Ringsprecher Auftritte kennt er nicht und beantwortet Fragen danach standesgemäß: „Bevor ich meine Einsätze zähle und die Presse über eine Jubiläumszahl informiere, lass ich mich lieber in die Geschlossene einweisen“. Er ist eben eine Marke, der Ringsprecher Wolfang Ley.

zurückIngo Barrabas, 22.01.2011

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