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Joshua nach Punkten
[ 7 Stimmen (38.89%)]

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[ 1 Stimme (5.56%)]

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Fury nach Punkten
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Über Markus Bott

Das Portrait

Wer in der Datenbank boxrec.com mit dem Namen Bott auf Suche geht, wird schnell fündig. In einer Liste mit den gefundenen Boxern , fällt die Zeile mit Markus Bott und dem Zusatz „Cassius“ schnell auf. Damit setzt sich in der Datenbank im Internet das fort, was schon während der aktiven Laufbahn des Pforzheimers galt: Markus Bott ist eine Nummer für sich...

Die Medien freuten sich über einen wie Bott, der schon zu seinen Amateurzeiten durch sein lockeres Mundwerk auffiel und sich den Kampfnamen Cassius verpasste. "Mit der Zunge flink, aber auch mit den Fäusten stark", war nur eine Schlagzeile im Blätterwald, nachdem der erfolgreiche Bundesligaboxer im Sommer 1989 zu den Profis wechselte und gegen die damals typischen Aufbaugegner wie John Held, Yves Monsieur oder Andre Crowder in den Ring stieg. Zunächst lief auch alles nach Plan, bereits in seinem 7. Profikampf sicherte sich Bott die Deutsche Meisterschaft im Schwergewicht, als er Manfred Jassmann über 10 Runden auspunktete. Ende 1990 scheiterte Bott bei dem Versuch Europameister im Cruisergewicht zu werden. Trotz akribischer Vorbereitung geriet Bott im Verlaufe des Kampfes mit Johnny Nelson immer weiter ins Hintertreffen, am Ende musste er sich in der letzten Runde vorzeitig geschlagen geben.

Im Nachhinein steht nach den großen internatonalen Erfolgen von Nelson das Ergebnis sicherlich in einem anderen Licht. Dennoch, die Kritiker des Pforzheimers sahen sich bestätigt, Bott sei für das Cruisergewicht zu langsam, für das Schwergewicht zu leicht. Überhaupt glaubten etliche Experten nicht mehr an den großen Durchbruch, "Cassius" galt nicht unbedingt als harter Arbeiter, jede inhalierte Zigarette der Marke Camel schien die Meinung zu bestätigen. Zu allem Überfluss wurde Bott im Nelson Kampf des Dopings überführt.Nach dem EM Desaster versuchte Bott sein Glück wieder im Schwergewicht und punktete im Mai 1991 im DM Kampf Ralf Rocchigiani über zehn Runden nach Punkten aus. Kurioserweise war auch "Rocky II" jemand, der zwischen Schwer und Cruisergewicht pendelte und nach vielen Enttäuschungen Jahre später noch mal richtig aufdrehte. Im Herbst 1991 folgte dann für Bott ein ganz herber Rückschlag, als er mit Michael Murray in den Ring gestellt wurde. Der Brite war deutlich schwerer als Bott und konnte den Pforzheimer in einem verbissen geführten Gefecht vorzeitig bezwingen. Bott war mehrmals deutlich angeschlagen, kämpfte sich aber gegen den körperlich überlegenen Gegner zumindest bis in die siebte Runde. Nach der zweiten Niederlage schien die Karriere von "Cassius" Bott am Ende.

Die nachfolgenden Kämpfe gestaltete der Pforzheimer zwar siegreich, die Anzahl der Skeptiker nahm bei Gegnern wie Erol Ilter, Rick Enis, Tim Knight oder Ken Bentley aber eher zu wie ab. Nach diesen Aufbaugegnern erschien der Schachzug, Bott gegen den WBO Weltmeister im Cruisergewicht in den Ring zu schicken, wie ein Himmelfahrtskommando. Zumal Champion Tyrone Booze beim Titelgewinn mit Derek Angol den Favoriten aus dem Weg geräumt hatte und einige Monate zuvor Ralf Rocchigiani bei einer Verteidigung nach Punkten besiegte. Dennoch ging Promoter Klaus-Peter Kohl das Risiko ein. Bott bereitete sich zusammen mit Trainer Enno Werle so hart vor, wie noch nie. Ob der leidenschaftliche Raucher den Zigarettenkonsum reduzierte ist nicht bekannt, jedenfalls präsentierte sich der Pforzheimer nach knallharten Trainingseinheiten im Februar 1993 in einer ausgezeichneten Verfassung und entriss dem Favoriten Booze mit einer Career Performance den WM Gürtel. "Cassius" hatte es mit einer beeindruckenden Leistung allen Kritikern gezeigt, die Tür zu den dicken Fleischtöpfen weit aufgestoßen. Die Freude über den WM Gürtel währte aber nicht lange, bereits wenige Monate später unterlag der
durch eine Grippe in der Vorbereitung geschwächte und zum Einsatz gedrängte Bott bei seiner ersten Titelverteidigung dem Argentinier Nestor Giovannini nach Punkten und verlor auch den Rückkampf über die Distanz.

Neben dem beruflichen Abseits kamen persönliche Schwierigkeiten hinzu. "Die Scheidung hat mich einige Hunderttausend gekostet" sagte Bott später, der nach dem Rücktritt nach der zweiten Niederlage gegen Giovannini mit einem Sicherheitsunternehmen einen Neuanfang wagte. "Mir wäre es lieber gewesen Bott würde im Lotto gewinnen und sein Comeback beenden" war damals ein viel gelesenes Zitat eines Funktionärs, als der Pforzheimer fünf Jahre nach der Giovannini Pleite ein Comeback feierte, was nach Siegen über drittklassige Journeymen mit einer vorzeitigen Niederlage gegen Lee Manuel Osie im Mai 1998 endete. So beendete Markus "Cassius" Bott mit einem Rekord von 28-5 (20) seine Laufbahn als Berufsboxer. Obwohl sich viele Kritiker beim Namen Bott an eine verkorkste Laufbahn erinnern mögen. Einen besonderen Status in den Geschichtsbüchern hat der Pforzheimer als Ex-Weltmeister der WBO inne. Jederzeit nachzulesen unter boxrec.com.

zurückIngo Barrabas, 07.12.2010

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