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Umfrage

Ergebnisstand der aktuellen Umfrage:


Joshua vorzeitig
[ 7 Stimmen (38.89%)]

Joshua nach Punkten
[ 7 Stimmen (38.89%)]

Das Duell endet Unentschieden
[ 1 Stimme (5.56%)]

Fury vorzeitig
[ 2 Stimmen (11.11%)]

Fury nach Punkten
[ 1 Stimme (5.56%)]


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Aktuelles

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Über Gene Pukall

Das Portrait

Gene Pukall (Foto: Pukall)Gene Pukall (Foto: Pukall)

Das Schwergewicht gilt im Profiboxen als Königsklasse. Wer sich Schwergewichtsweltmeister nennen kann, steht seit der Titelinflation zwar nicht mehr automatisch auf einer Stufe mit Joe Louis, Rocky Marciano oder Muhammad Ali, dennoch ernten die amtierenden Schwergewichtschampions im allgemeinen viel Ruhm und Respekt. Gene Pukall ist auch Schwergewichtsweltmeister, dennoch dürfte der Champion der WAA allerdings nicht viel Ehre der Weltboxszene abschöpfen.

Niemand, außer ironische Internetuser in Diskussionsforen vielleicht, würden Gene Pukall mit seinem Rekord von 17-14-2 (15) als Nachfolger Max Schmelings bezeichnen. Denn nur eingefleischte Fans außerhalb Berlins dürften den Berufsboxer Pukall kennen. Im November 2005 kam es zu dem Kuriosum, dass sich mit Andreas Sidon als WBB und Gene Pukall als WAA Champion zwei amtierende Weltmeister im Ring gegenüberstanden, aber um die Deutsche Meisterschaft geboxt wurde. Obwohl also zwei Titelträger von Weltehren im hessischen Bibertal gegeneinander antraten, ging es nur um die nationale Meisterschaft. Pukall verlor in der 9. Runde vorzeitig. Sidon behielt den Gürtel des BDB. Die Niederlage kam von der Papierform her nicht überraschend, obwohl Pukall damals elf seiner dreizehn Siege vorzeitig erzielte. Wenn man der Datenbank boxrec.com glauben darf, dann hatte Pukall bis dahin nur einen Mann mit Siegen im Rekord geschlagen. Das war mit Frank Böhme ein 9-17 Mann, gegen den er Ende 2004 die WAA Krone gewann und im Frühjahr 2005 erfolgreich verteidigte. Oder andersherum: Pukall schlug bis dahin nur Leute, die noch nie einen Kampf gewonnen hatten. Gegen alle anderen verlor er, oft genug davon vorzeitig. Wer nun aber glaubt, der Berliner sei ein trauriger Verlegenheitsmeister, irrt gewaltig. Pukall hat eine treue und für seine Verhältnisse riesige Fangemeinde, die ihn bei seinem Traum Weltmeister zu werden, frenetisch unterstützte. Pukall machte als Hauptkämpfer bei einer WAA Titelverteidigung gegen Böhme die Halle fast alleine voll. 1200 Zuschauer sorgten im Jahr 2005 im Sportcenter Jumps für ein Spektakel, als Titelverteidiger Pukall seinen Herausforderer Böhme im Rückkampf noch in der ersten Runde K.o. schlug. Später sicherte sich der Schwergewichtler auch noch die IBU WM und verteidigte den WAA Gürtel mehrmals erfolgreich, zuletzt im September 2010 gegen Roy Meissner. Obwohl er oft vorzeitig unterlag, hat er eine ehrenvolle Punktniederlage in der Bilanz. Im Dezember 2008 boxte der Berliner im Rahmenprogramm der Klitschko Rahman WM gegen Riddick Bowe und verlor am Ende der acht Runden zwar knapp, aber einstimmig nach Punkten.

Gene Pukall gilt bei seinen Anhängern als einer von Ihnen. Zuverlässig und loyal. Die Rolle des treuen Lokalmatadoren füllt der 35jährige glänzend aus, akquiriert Sponsoren und ist auch sonst nicht auf den Kopf gefallen. Die Fans des Schwergewichtlers wollen Unterhaltung, die bekommen sie. Mit Gene Pukall in der Hauptrolle. Weltweite Anerkennung wird Pukall mit seinem WAA Weltmeistergürtel nicht erhalten, seinen Namen wird man in der Hall of Fame, der Ruhmeshalle des Boxens, vergeblich suchen, das dürfte klar sein. Aber Gene Pukall ist ein würdiger WAA Weltmeister. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

zurückIngo Barrabas, 06.11.2010

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