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Umfrage

Ergebnisstand der aktuellen Umfrage:


Joshua vorzeitig
[ 7 Stimmen (38.89%)]

Joshua nach Punkten
[ 7 Stimmen (38.89%)]

Das Duell endet Unentschieden
[ 1 Stimme (5.56%)]

Fury vorzeitig
[ 2 Stimmen (11.11%)]

Fury nach Punkten
[ 1 Stimme (5.56%)]


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Hoffmann boxt Petkovic

SES Kampftag am 23.10. in Riesa

Timo Hoffmann (Foto: SES)Timo Hoffmann (Foto: SES)

Am 23. Oktober trifft Timo Hoffmann in Riesa auf Alexander Petkovic. In dem auf zwölf Runden angesetzten Duell geht es um die vakante WBO Europameisterschaft im Schwergewicht. Dem Gewinner winkt ein Platz in der WBO Rangliste und möglicherweise die Aussicht, demnächst den WBO Champion herauszufordern. Das wäre kein geringerer als Wladimir Klitschko. Aber zunächst einmal muss die Hürde WBO Europameisterschaft genommen werden. Timo Hoffmann dürfte als Favorit gegen den früher im Cruisergewicht beheimateten Petkovic ins Rennen gehen. Das muss im Fall von Hoffmann allerdings nichts heißen.

Denn die Key-Fights der „Deutschen Eiche“ verlaufen extrem: Entweder überzeugt Hoffmann, oder er enttäuscht auf ganzer Linie. Dazwischen gibt es scheinbar nichts. Das war aber schon zu vergangenen (Amateur)zeiten so. Und setzte sich in der Profilaufbahn fort, die im Jahr 1993 beim Sauerland Team begann. Insgesamt erkämpfte der 36-Jährige einen Rekord von 39-7-1 (23). Die ganz großen Lorbeeren blieben Hoffmann verwehrt. Drei Mal boxte er vergeblich um die EBU Europameisterschaft. Neben internationalen Titel der IBF und WBO erkämpfte sich Hoffmann aber auch den Ruf einer Kultfigur. Diesen untermauerte er durch seine Interviews, gewollt oder ungewollt. Die filigranen und wohl überlegten Statements sind nicht unbedingt seine Sache. Eher einfache handwerkliche und solide Kost bietet der Schwergewichtler aus Sachsen-Anhalt. Dabei aber durchaus sympathisch. Wie im Ring.

Manchmal warf Hoffmann sein boxerisches Rüstzeug vollkommen über Bord, ließ sich regelrecht düpieren. Die Fans werden sich an Auftritte gegen Michael Sprott, Henry Akinwande, Paolo Vidoz, Timur Ibragimov oder Fransois Botha möglicherweise erinnern und das Fazit „grottenschlecht“ in Erinnerung behalten haben. Dem Image von Hoffmann haben diese Kämpfe nicht geschadet, im Gegenteil. Selbst die Niederlagen gegen Vitali Klitschko oder gegen Alexander Dimitrenko haben seinen Ruf als soliden und willensstarken Handwerker gefestigt. Denn an anderen Tagen hat Hoffmann mit einer effektiven Fürhand und einfachen Schlagkombinationen schon so manchen Gegner zur Verzweiflung gebracht, meistens dann, wenn man es nicht erwartete. Man denke an Erfolge gegen Mario Schiesser, Balu Saur, Constantin Onofrei oder Cengiz Koc. Unvergessen sein dürfte auch sein Auftritt gegen Luan Krasniqi, das im Dezember 2004 mit einem Unentschieden endete. Ende 2007 lief der Vertrag mit dem Sauerland Team aus, Hoffmann wechselte zum SES Stall.

Der erste Titelfight für das Team von Ulf Steinforth endete mit einer Niederlage gegen Botha im Mai 2009 enttäuschend. Nun greift Hoffmann erneut an, viele Chancen dürfte er auch nicht mehr bekommen, im Herbst seiner Karriere. Nach über 17 Jahren als Profiboxer einen WM Kampf gegen Wladimir Klitschko? Geht es im bewährten Hoffmann Stil weiter, müssten sich die Fans in dem Duell keine Sorgen um ihren Timo machen. Denn gegen den amtierenden Champion steigt Hoffmann wohl als krasser Außenseiter durch die Ringseile. Und wenn er nichts zu verlieren hatte, überraschte er bekanntlich schon ein ums andere Mal. Anders, wenn Hoffmann selbst die Favoriten-Rolle inne hatte. Demnach lauert am Samstag die größte Gefahr, gerade weil der Gegner nicht Wladimir Klitschko, sondern Alexander Petkovic heißt....

Im zweiten Hauptkampf der SES Veranstaltung wird Christina Hammer um die vakante WBO Weltmeisterschaft im Mittelgewicht boxen.

zurückIngo Barrabas, 17.10.2010

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