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Über Super-Mittelgewichtler Dennis Ronert

Das Portrait

Dennis Ronert (Foto: FLP Team)Dennis Ronert (Foto: FLP Team)

Boxen und der Zeitgeist: Früher hieß das Körperertüchtigung mit unbarmherziger Härte, gegen sich selbst und andere. Heute sprechen Umschreibungen wie "the art of selfdefence" und "Managerboxen" die neue Klientel an. Gearbeitet wird dabei nicht mehr in einem muffigen Hinterhofgym, nein, es wird in der Ring Academy gelehrt. Doch auch weiterhin ist Boxen ein ausgezeichnetes Erziehungsmittel und eine Möglichkeit, die Aggressionen junger Menschen in geregelte Bahnen zu lenken. Mit ganz rustikalen Methoden. Dennis Ronert ist ein Beispiel dafür.

Der Super-Mittelgewichtler vom Koblenzer FLP Box-Team debütierte im Januar 2009 gegen Andreas Koldorfer, beeindruckte seinen Kontrahenten immer wieder mit harten und schnellen Kombinationen und siegte schließlich durch TKO in der 3. Runde. Mit dem Kampfverlauf setzte Ronert seinen Stil aus der Schule nun auch offiziell im Boxring fort. Sehr zur Begeisterung seiner Lehrer. Das war nicht immer so. Im Gegenteil. Denn regelmäßig fiel Dennis Ronert durch Prügeleien auf dem Schulgelände auf, Strafen und Sanktionen hatten nicht den gewünschten erzieherischen Erfolg. Der Schüler lebte seine Aggressionen weiter aus, die Pädagogen rauften sich die Haare, es festigte sich das Bild eines unbelehrbaren und unberechenbaren jungen Mannes. In diesem Punkt sollten sie sich täuschen.

Das aber ahnte noch niemand, als der Schüler zu diesem Zeitpunkt das Koblenzer FLP Gym betrat und dort schnell merkte, dass neben körperlichen Tugenden auch Taktik und Technik zählen. Das Einmaleins des Boxtrainings begann: Seilspringen, Boxgymnastik, Schlagschule, Partnerübungen und immer wieder Kondition. Wieder und wieder. Und Ronert hat Talent, wie Trainer Detlef Loritz bescheinigt. "Er hat eine guten natürlichen Bewegungsablauf, auch eine besondere Schlaghärte, wenn man das Stadium seiner Laufbahn betrachtet." Im Sparring arbeitet Ronert oft mit erfahrenen Boxern wie Roman Aramyan, das bringt ihn auch in der praktischen Arbeit weiter nach vorne. "Dennis will es wissen, ist hungrig, wie man so schön sagt". Je weiter die Entwicklung des Boxers Ronert fortschritt, desto geringer wurde dessen Neigung Konflikte durch den Einsatz der Fäuste auszutragen. "Dennis polierte mit den Prügeleien sein Selbstbewusstsein auf. Das ist bei vielen jungen Leuten nichts Neues. Dadurch erreichen sie einen gewissen Status, den es immer wieder zu verteidigen gilt" so Loritz. "Dennis hat das nun überhaupt nicht mehr nötig, ist er ist viel ausgeglichener geworden, die ganze Arbeit hat ihn nicht nur körperlich, sondern auch geistig unheimlich reifen lassen". In der Tat. Gewalt ist für Dennis Ronert kein Thema mehr.

Mittlerweile hat der FLP Boxer alle seine sechs Kämpfe gewonnen – vorzeitig. In seinem letzten Duell kam er im Rahmenprogramm der Sturm Lorenzo WM zu einem TKO Erfolg über Frank Kary Roth. „Es ist nicht mal das Ergebnis was aufhorchen lässt, sondern die Art und Weise wie der Sieg gegen den Journeyman erkämpft wurde. Kary, der immerhin mit Boxern vom Schlage eines Richel Hersisia im Ring stand, wurde systematisch zermürbt, konnte sei Erfahrung überhaupt nicht ausspielen. Sicher ist Frank nicht der Überboxer, aber so muss man die Leute erstmal abspeisen“ sagt Loritz. Der 18jährige Ronert hat auch schon einen Wunschgegner: Benjamin Simon. „Dennis kann eine Gewichtsklasse hoch oder runter, das wäre kein Problem.“ meint der FLP Chef. „Simon sucht ja auch die sportliche Herausforderung gegen stärkere Gegner, genau wie wir. An der Börse soll es auf jeden Fall nicht liegen, wir würden uns freuen, wenn uns Simon die Gelegenheit zu einem Kampf gibt. In diesem Duell kann Ronert nur gewinnen und eine K.o. Chance räume ich ihm auf jeden Fall ein.“ so Loritz. Man darf also gespannt sein.

zurückIngo Barrabas, 14.09.2010

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