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Interview mit Karo Murat

Vor dem Duell gegen Cleverly

Karo Murat (Foto: Frank Bleydorn)Karo Murat (Foto: Frank Bleydorn)

Am 18. September schlägt für Karo Murat die Stunde der Wahrheit. In der LG Arena in Birmingham kämpft der 27-Jährige gegen Nathan Cleverly aus Wales in einem WBO-WM-Ausscheidungskampf um das Recht, gegen den amtierenden Halbschwergewichts-Titelträger anzutreten. Bis zum Ende dieser Woche holt sich der von Ulli Wegner trainierte Kämpfer im Trainingslager in Zinnowitz den letzten Feinschliff für den Fight. Es folgt ein kurzer Abstecher nach Kienbaum, ehe er dann am Mittwochmorgen nach England reist. Kurz vor Ende seiner Vorbereitung stellte sich der WBO-Weltranglistenzweite den Fragen.

Karo Murat, am 18. September steigen Sie in der LG Arena gegen Nathan Cleverly in den Ring. Wie schätzen Sie Ihren Gegner ein?
Natürlich habe ich mich in den letzten Wochen sehr intensiv mit Nathan Cleverly beschäftigt. Ich habe seine Bewegungsabläufe und Eigenschaften recht genau studiert. Er ist sehr groß und bewegt sich gut. Er hat also durchaus seine Stärken. Und er hat Schwächen, die ich im Ring aufzeigen möchte. Er ist schlagbar. Das ist es, was ich im Ring beweisen muss. Doch ich glaube fest an mich!

Freuen Sie sich eigentlich auf Ihren Fight in England?
Ja, ich freue mich sehr. Ich möchte ein großer Boxer werden. In England habe ich keinen Heimvorteil, da muss ich quasi durchs Feuer gehen. Da werden viele Leute sein, die gegen mich sind. Das ist eine neue Erfahrung. Doch ich muss da durch. Wenn ich in England siege, verschaffe ich mir damit weltweiten Respekt.

Denken Sie, dass sich diese Stimmung gegen Sie negativ auf Ihre Leistung auswirken kann?
Ich bin kein Hellseher. Aber ich würde sagen, dass ich dadurch noch konzentrierter sein werde. Mir gibt das eher noch mehr Kraft.

Ist der Kampf gegen Cleverly der bisher schwerste und wichtigste in Ihrer Profilaufbahn?
Man muss sehen, wie der Kampf tatsächlich verläuft. Auf jeden Fall treffen zwei Boxer aufeinander, die in ihrer Profikarriere bisher nicht verloren haben. Beide haben ein entsprechend großes Selbstbewusstsein. Ich erwarte, das wird härter als alles, was ich bisher erlebt habe. Denn beide haben den unbedingten Willen, um die Weltmeisterschaft zu boxen. Für mich ist das aber nichts Neues, gegen einen starken und großen Gegner im Ring zu stehen. Zum Beispiel war der Spanier Gabriel Campillo, gegen den ich vor zwei Jahren boxte, auch sehr groß. Später, nachdem er gegen mich verloren hatte, wurde er sogar für eine gewisse Zeit WBA-Weltmeister. Fakt ist aber auch, dass bisher jeder Kampf sehr wichtig war. Niederlagen werfen einen Boxer weit in den Ranglisten zurück. Es zählt nur der Sieg.

Sie haben in Ihrem Leben nichts geschenkt bekommen. Hat Sie das geprägt? Hilft Ihnen das heute im Sport?
Ja, ich hatte es wirklich nicht so leicht. Aber ich habe gelernt, Dinge zu Ende zu bringen. Ich kann mich erinnern, als Kind habe ich meinem Vater auf dem Bau geholfen. Meine Geschwister hatten keine Lust mehr dazu. Aber ich war bis zum Ende da. Beim Boxen war das so ähnlich. Ich musste immer durch Leistung überzeugen. Und habe es mit hartem Training, also ehrlicher Arbeit, weit gebracht. Mein Vater Dikran hat mich so erzogen. Er sagte auch, ich müsse mich immer auf eine Sache konzentrieren und diese dann zu Ende bringen.

Ist deshalb der Erfolg beim Boxen so wichtig für Sie?
Ich habe einen sehr, sehr starken Glauben in mir. Dieser gibt mir viel Kraft. Meine Gegner spüren das natürlich. Meine Zielstrebigkeit ist riesengroß. Dazu kommt, dass ich sehr hart an mir arbeite. Das führte bisher dazu, dass ich im Profibereich immer gewonnen habe. Erfolg ist wichtig, damit man auch finanziell gewisse Grundlagen schafft.

Wie ist die Vorbereitung auf den Kampf gegen Nathan Cleverly verlaufen?
Es war hart - wie immer. Zunächst habe ich in Berlin trainiert, außerdem in Trainingslagern in Kienbaum und in Zinnowitz. Da waren keine besonderen Dinge dabei. Das ist aber auch nicht wichtig. Entscheidend ist, welche Leistung man im Ring zeigen kann und an diesem Tag voll auf der Höhe - damit meine ich physisch und mental - zu sein. Ich denke, dafür haben wir alles getan.

zurückIngo Barrabas, 10.09.2010

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