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Huck verteidigt Titel gegen Godfrey

TKO Erfolg in der fünften Runde

Marco Huck (Foto: Sauerland)Marco Huck (Foto: Sauerland)

Marco Huck (30-1 (23)) bleibt Box-Weltmeister im Cruisergewicht. Der 25 Jahre alte Bielefelder bezwang in der Messehalle Erfurt den US-Amerikaner Matt Godfrey (20-2 (10)) durch TKO in der fünften Runde und verteidigte damit seinen WM Titel nach Version WBO erfolgreich. Godfrey, der in Rechtsauslage boxte, versuchte mit guter Beinarbeit und schnellen Händen zum Erfolg zu kommen. Im ersten Durchgang klappte dies noch halbwegs, Huck hielt sich zurück. Danach suchte der Wegner Schützling aber den Infight und feuerte dort Kombinationen ab. Teilweise sah es recht wild aus, daraus machte er später auch gar keinen Hehl. "Ich habe die alt bewährte Brechstange herausgeholt, um zu siegen", sagte der alte und neue Weltmeister nach dem Fight. "Godfrey war ein unbequemer Gegner. Ich wollte mich nicht zu lange mit ihm aufhalten und habe den Sieg quasi erzwungen."

Im zweiten Durchgang gab es dann zwingende Aktionen von Huck. Kurz vor dem Rundenende wurde Godfrey nach einem Wirkungstreffer angezählt, rettete sich aber in die Rundenpause. In Runde drei gab es nach einem Bodenbesuch von Godfrey etwas Aufregung. Ringrichter Gernaro Rodriguez entschied auf Tiefschlag. In diesem Fall stehen dem Gefoulten bis zu fünf Minuten Erholungspause zu, ist er danach nicht kampfbereit, erfolgt die Disqualifikation des Getroffenen. Doch Godfrey stellte sich schnell wieder. Huck machte mit explosiven Serien weiter, ein Volltreffer gelang ihm aber noch nicht. Im fünften Durchgang war es dann so weit. Nach einer harten Rechten zum Kopf musste Godfrey zu Boden. Der Schützling von Trainer John Scully stellte sich nochmal dem Kampf, ging dann aber nach einem weiteren Schlaghagel erneut zu Boden. Der Ringrichter gab das Gefecht nochmal frei, doch als Godfrey am Seil erneut Schläge einstecken musste, brach er den Kampf ab.

„Da kamen einfach so viele Hände angeflogen, ich war nicht in der Lage, eigene Angriffe zu starten", sagte Godfrey hinterher. "Ich freue mich, dass ich bei der 100. Sendung von 'Boxen im Ersten' erfolgreich war und will beim geplanten Super-Six-Turnier einen Titelvereinigungskampf bestreiten", gab sich Huck nach dem Erfolg zuversichtlich. Manager Wilfried Sauerland ergänzte: "Wir hoffen, dass wir bis Ende Oktober die Verträge für das Turnier unter Dach und Fach haben. Im Dezember könnte es dann schon losgehen."

Im zweiten Hauptkampf gewann Robert Helenius (13-0 (8)) die EU Meisterschaft im Schwergewicht. Der Sauerland Boxer besiegte im Duell um die vakante Krone seinen Co-Herausforderer Gregory Tony (12-1 (10)) durch TKO in der fünften Runde. Helenius begann wie gewohnt unspektakulär, aber sehr effektiv. Immer wieder wurde der Franzose von dem Jab getroffen, er selbst blieb mit seinen rechten Schwinger dagegen erfolglos. Im weiteren Kampfverlauf brachte Helenius auch seine Rechte häufiger ins Ziel, nahm den Franzosen regelrecht auseinander. Nach mehreren Bodenbesuchen brach Ringrichter Howard Forster das Duell schließlich nach 0:39 Minuten der fünften Runde ab. Damit sicherte sich Helenius seinen ersten Titel bei den Profis.

Im Rahmenprogramm gewann Cruisergewichtler Enad Licina (18-2 (10)) gegen den zähen Ismail Abdoul (35-17-2 (14)) einen auf acht Runden angesetzten Kampf klar nach Punkten. Etwas mehr Mühe hatte Mittelgewichtler Dominik Britsch (20-0 (7)), der ebenfalls nach acht Runden nach Punkten gegen Lorenzo Cosseddu (23-5-5 (2)) gewann. In diesem Limit siegte Marcos Nader (8-0 (1)) ebenfalls über acht Runden, er punktete Kai Kauramaki (17-16 (6)) aus. Cruisgerewichtler Patrick Nielsen (6-0 (5)) gewann in knapp einer Minute gegen Laszlo Happ (3-1 (0)). Mit einem linken Kopfhaken beendete der Däne das Gefecht. Diese Waffe setzte auch Dustin Dirks (16-0 (11)) im Halbschwergewicht überzeugend ein. Sein Kontrahent Sami Salesmaa (4-3 (1)) ging in der zweiten Runde K.o..



zurückIngo Barrabas, 22.08.2010

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