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Umfrage

Ergebnisstand der aktuellen Umfrage:


Joshua vorzeitig
[ 7 Stimmen (38.89%)]

Joshua nach Punkten
[ 7 Stimmen (38.89%)]

Das Duell endet Unentschieden
[ 1 Stimme (5.56%)]

Fury vorzeitig
[ 2 Stimmen (11.11%)]

Fury nach Punkten
[ 1 Stimme (5.56%)]


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Aktuelles

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Interview mit Jürgen Brähmer

Vor WM Kampf in Schwerin

Jürgen Brähmer (Foto: Marianne Müller)Jürgen Brähmer (Foto: Marianne Müller)

Am kommenden Samstag boxt Jürgen Brähmer gegen Alejandro Lakatos. Ein Interview mit dem WBO Weltmeister im Halbschwergewicht.

Herr Brähmer, Sie boxen diesen Samstag in Ihrer Heimat Schwerin gegen den Spanier Alejandro Lakatos. Wie schätzen Sie Ihn ein?
Er ist ein erfahrener Mann und ein kleiner Stinker. Und durch seine Erfahrung und die Art und Weise wie er boxt, ist es garantiert keine einfache Aufgabe. Er ist ein sehr hart schlagender Mann vor dem man immer auf der Hut sein muss. Aber ich glaube, dass ich mit meiner technischen Überlegenheit den Gegner klar dominieren kann.

Wie verlief die Vorbereitung bisher und wie sieht die Woche vor dem Kampf aus?
Die lief ausgezeichnet. Wir haben die perfekten Sparringspartner ausgewählt und im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit der Vorbereitungsphase. Die letzte Woche vor dem Kampf verbringe ich in Schwerin und werde mich vor Ort vorbereiten. Mit einer guten Mischung aus Anspannung und Entspannung.

Beschäftigen Sie sich vor Ihren Kämpfen gerne mit Ihren Gegnern oder konzentrieren Sie sich lieber auf sich selbst?
Ich konzentriere mich eigentlich vor allem auf mich selbst und meine Fähigkeiten und Stärken. Ich möchte ja schließlich dem Gegner meine Stärken aufzwängen und nicht seine annehmen. Dementsprechend bereite ich mich auch vor.

Sie haben bisher 36 Profikämpfe bestritten und davon 29 vorzeitig beendet. Gehen Sie mit dem Ziel in den Ring, den Gegner durch K.o. zu besiegen?
Nein, ich gehe nie in den Kampf mit dem Ziel ihn vorzeitig zu gewinnen. Ich bereite mich immer ganz bewusst auf die volle Distanz vor. Wenn es im Kampf die Chance eines Knockouts gibt, dann nutze ich sie. Das ist dann schön und gut für mich. So muss ich nicht über die vollen 12 Runden gehen, aber das ist nie mein Ziel. Ein Knockout passiert eigentlich von alleine, man kann ihn nur vorbereiten.

Sie sollen ja auch viel weniger Tape als andere Boxer verwenden, damit ihre Schläge härter sind – stimmt das?
Ja das stimmt. Ich verwende weniger Tape als andere Boxer. Dadurch kommt mehr Schlaghärte durch.

Sie engagieren sich für die Marke Santa Fu, benannt nach dem berühmten Hamburger Gefängnis. Was steckt dahinter?
Santa Fu ist ein gemeinsames Projekt mit dem Justizministerium in Hamburg. Es wird von Insassen selbst produzierte Kleidung veräußert und ein großer Teil der Erlöse geht an die Organisation „Weißer Ring“. Sie kümmern sich um einen Opferausgleich. Ich wurde angesprochen, ob ich bei dem Projekt nicht mitmachen möchte und da habe ich natürlich gleich zugestimmt. Das ist eine gute Sache und die Herstellung der Textilien eine sinnvolle Aufgabe für die Jungs da drinnen, die im Vollzug sitzen. Ich weiß selbst was es heißt, im Gefängnis eine sinnvolle Aufgabe zu bekommen. Ich unterstütze diese Sache und mache gerne Werbung für dieses Programm. Und wie ich gehört habe, kommt das auch sehr gut an. In meinem Bekanntenkreis sind jedenfalls alle heiß auf die Sachen.

Wie ist die persönliche Lage, Ihr Berufungsverfahren läuft?
Ja, aber das wird eine lange Story. Man muss mit 3-6 Jahren rechnen bis etwas passiert. Die Gerichte haben viel zu tun. Ich gehe davon aus, dass der Fall neu aufgerollt wird und die Wahrheit ans Licht kommt.

Welche Bedeutung haben für Sie die Fans, insbesondere jetzt in Schwerin und Ihr Promoter? Beide haben Sie auch in schwierigen Zeiten immer unterstützt.
Ja, wieder in Schwerin zu boxen ist natürlich toll. Zwar hat mich das Publikum in Hamburg auch gefeiert, aber Schwerin ist eben ein echtes Heimspiel. Die Fans sind enorm wichtig für mich und auch für Universum. Ich glaube auch, dass Universum so viel Potenzial hat, dass es auf jeden Fall weiter geht. Im Übrigen haben wir mehr Potenzial als viele andere Boxställe. Wir haben die meisten deutschen Weltmeister. Dementsprechend ist es nur eine Frage der Zeit, bis dieses Potenzial bei allen ankommt und wir einen Partner haben, der an uns zu 100 Prozent glaubt. Ich mache mir da gar keine Sorgen um die Zukunft.

Welche Beziehung haben Sie zu Ihrem Trainer Michael Timm innerhalb und außerhalb des Gym? Sie kennen sich seit den Anfängen in den 90ern.
Ja, das ist definitiv mehr als eine Trainer-Boxer-Beziehung. Wir kennen uns schon so lange. Ich kenne Timmi seit ich 15 oder 16 Jahre alt bin, dementsprechend ist es schon mehr eine Freundschaft. Schwerin ist eine deutsche Boxhochburg. Viele erfolgreiche Boxer und Trainer kommen aus Schwerin.

Können Sie sich vorstellen nach der Karriere wie Michael Timm oder Fritz Sdunek als Trainer zu arbeiten?
Ja, das kann ich mir schon vorstellen. Aber ich kann mir viel danach vorstellen. Ich finde, ich muss mir darüber jetzt aber noch keine Gedanken machen. Ich habe einige Projekte am Laufen und es wird sich sicherlich noch viel ergeben. Aber der Trainerjob ist natürlich eine reizvolle Aufgabe. Man wird sehen, wohin der Weg dann führen wird.

Haben Sie einen Wunschgegner, den Sie unbedingt mal boxen möchten?
Zurzeit fokussiere ich mich natürlich auf Lakatos. Aber man hat ja seine Träume. Einer davon ist Bernard Hopkins. Das reizt mich sehr und es wäre eine tolle Aufgabe.

Wo tanken Sie Kraft für Ihre Vorbereitung Ihre Kämpfe?
Gut entspannen und Erholen kann ich mich immer in meinem heimischen Umfeld bei meiner Freundin, meinen Freunden. Da fühle ich mich eigentlich am wohlsten. Ich bin kein Typ der großartig in Urlaub verreist oder so. Obwohl ich auch gerne mal unterwegs bin, aber meistens eben beruflich und eher selten in meiner Freizeit. Ich brauche sowieso immer Beschäftigung. Ich bin eben nicht der Typ, der sich einfach so an den Strand legt. Mir ist es lieber, immer auf Achse zu sein.



zurückIngo Barrabas, 14.07.2010

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