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Ergebnisstand der aktuellen Umfrage:


Joshua vorzeitig
[ 7 Stimmen (38.89%)]

Joshua nach Punkten
[ 7 Stimmen (38.89%)]

Das Duell endet Unentschieden
[ 1 Stimme (5.56%)]

Fury vorzeitig
[ 2 Stimmen (11.11%)]

Fury nach Punkten
[ 1 Stimme (5.56%)]


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Große Ehrung für Wilfried Sauerland

Aufnahme in die Boxing Hall of Fame

Wilfried Sauerland (Foto: SE)Wilfried Sauerland (Foto: SE)

Es ist die höchste Auszeichnung im internationalen Boxsport: Als zweiter Deutscher nach Max Schmeling wird Wilfried Sauerland am Wochenende in die Hall of Fame des Boxens aufgenommen. Über 20.000 Fans werden in Canastota im US-Bundesstaat New York erwartet. Die Feierlichkeiten gehen von Donnerstag bis Sonntag. Auf dem Programm stehen Vorträge von Boxlegenden, Showtrainings, Autogrammstunden und ein Gala-Dinner. Am Sonntag beginnt dann die offizielle Aufnahmezeremonie. Der 70-jährige Promoter über die schönste und bedeutendste Auszeichnung seiner langen Karriere.

Herzlichen Glückwunsch, Herr Sauerland! Was bedeutet Ihnen die Aufnahme in die Hall of Fame?
Das ist eine ganz große Ehre für mich. Als ich den Anruf bekam, habe ich mich natürlich sehr gefreut und war gerührt. Es ist die größte Ehre, die jemandem im Boxsport zuteil werden kann – sozusagen der Oscar des Boxens. Und als zweiter Deutscher nach Max Schmeling in die Ruhmeshalle aufgenommen zu werden, ist etwas ganz besonderes. Ich bin unserem gesamten Team zu großem Dank verpflichtet – ohne die Boxer, Trainer und Mitarbeiter bei Sauerland Event wäre das niemals möglich gewesen. Ich sehe die Ehrung aber auch als Auszeichnung für den deutschen Boxsport. Als wir in den Achtzigern das deutsche Boxen wiederbelebt haben, hätte ich niemals zu träumen gewagt, dass Deutschland eine der führenden Boxnationen wird.

Sicher wird die Aufnahme gebührend gefeiert?
Davon gehe ich aus. Das Hall of Fame Weekend ist in Amerika legendär. Die ganze Boxwelt kommt für ein Wochenende zusammen. Zudem reisen Tausende von Fans nach Canastota, genau wie unzählige Box-Experten, Trainer sowie amtierende und ehemalige Champions. Über 20 Events sind geplant. Meine Familie freut sich schon! Danken möchte ich übrigens besonders meiner Frau Jochi für ihre Unterstützung. Wenn der Ehemann von morgens bis abends nur über Boxen redet und man zusammen um die ganze Welt reist, muss man schon besonders verständnisvoll sein.Wenn man an so einem Tag überhaupt von einem Wermutstropfen sprechen kann, dann ist nur das Timing etwas unglücklich: Die offizielle Einweihungszeremonie beginnt zeitgleich mit dem WM-Eröffnungsspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Australien... Da kann man leider nichts machen. Wir werden uns per SMS über den Spielstand informieren lassen. Ich rechne allerdings fest mit einem Sieg unserer Mannschaft. Zu meinem 70. Geburtstag habe ich WM-Tickets geschenkt bekommen. Ich fliege direkt von New York nach Kapstadt. Ich hoffe sehr, ein deutsches Halbfinale zu sehen! Dann ließe sich das Verpassen des Eröffnungsspiels verschmerzen.

Sie sind seit über 30 Jahren dabei. Was ist ihre schönste Erinnerung?
Da gibt es nicht nur eine, sondern sehr viele schöne Erinnerungen. Das erste Highlight war sicher der Kampf von John Mugabi gegen Marvin Hagler, den Mugabi trotz einer tollen Leistung verlor. Unvergessen sind auch die Kämpfe von Rene Weller gegen Lucio Cusma. Mein erster Weltmeister war Rocky, der 1988 in Düsseldorf Vincent Boulware vorzeitig besiegte. In besonderer Erinnerung bleiben die Momente, wenn wir einen neuen Weltmeister feiern konnten – Henry Maske gegen Prince Charles Williams, Sven Ottke gegen Charles Brewer, Markus Beyer in England gegen Richie Woodhall, Arthur Abraham gegen Kingsley Ikeke, Nikolai Valuev gegen John Ruiz, Marco Huck gegen Victor Emilio Ramirez, Sebastian Sylvester gegen Giovanni Lorenzo und Mikkel Kessler gegen Carl Froch. In diesem Zusammenhang müsste man eigentlich auch Axel Schulz nennen, der damals George Foreman in Las Vegas klar besiegte und trotzdem verlor. Das waren die größten Kämpfe für mich.

Und was waren die bittersten Momente?
Auch da gab es einige. Die Niederlage von Axel Schulz gegen Wladimir  litschko, Henry Maskes Niederlage gegen Virgil Hill. Oder als Markus Beyer seinen WM-Titel durch technischen K .o. in der zwölften Runde gegen Glenn Catley verlor, obwohl er nach Punkten vorne lag. Und natürlich der Skandalkampf von Axel Schulz gegen Francois Botha in Stuttgart mit dem umstrittenen Urteil. Da flogen nicht umsonst nachher die Flaschen...

Was war der lustigste Moment?
Ungewöhnlich war der WM- Kampf zwischen Chisanda Mutti und Lee Roy Murphy 1985 in Monaco. In der zwölften Runde gingen beide zeitgleich nach einem Doppeltreffer zu Boden und wurden ausgezählt. Laut Regelwerk gewinnt dann der Mann, der als erster wieder steht. Das war Murphy, da er das Glück hatte, in die Nähe der Seile gefallen zu sein und sich dort hochziehen konnte.

Wie beurteilen Sie die aktuelle Entwicklung im Boxsport?
Sauerland Event hat das große Glück, hervorragend aufgestellt zu sein. Wir haben unlängst unseren TV-Vertrag mit der ARD bis 2015 verlängert. Als erstes Box-Team der Welt haben wir einen Vertrag mit der NADA geschlossen, der umfassende Dopingkontrollen vorschreibt. In den vergangen Jahren sind meine beiden Söhne Kalle und Nisse nach und nach in meine Fußstapfen getreten. Ich kann nun alles mit etwas Abstand beobachten. Besonders das Super-Six-Turnier hat international für viel Aufsehen gesorgt. Ob in Dänemark, Russland, England oder Amerika – Sauerland Event hat sich international als Marke etabliert und ist zu einem der führenden Boxveranstalter der Welt aufgestiegen. So soll es bleiben. Ich könnte mir gut vorstellen, dass unser Geschäft in den kommenden Jahren noch internationaler wird.



zurückIngo Barrabas, 10.06.2010

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